Historische Schriften vor 1948

Die Anfänge der systematischen geologischen Erforschung in Bayern und ihre Ergebnisse wurden in Schriftenreihen, in Sonderdrucken und Karten veröffentlicht. Die historischen Schriften vor dem Jahr 1948 (Neugründung des Geologischen Dienstes) werden im Folgenden vorgestellt. Ausgewählte Dokumente stehen hier zum Herunterladen bereit.

Geognostischen Jahreshefte und Folge-Publikationen

Die "Geognostischen Jahreshefte" stellen die erste offizielle Zeitschrift des Staatlichen Geologischen Dienstes dar, der damals am Königlich Bayerischen Oberbergamt angesiedelt war. Seit dem Jahr 1888 wurden darin hauptsächlich geologische und bodenkundliche Fachbeiträge aber auch Jahresberichte oder Nachrufe auf ehemalige Angestellte veröffentlicht. Häufig sind aufwändige Kartenbeilagen und Skizzen von Fossilien, Aufschlüssen oder mikroskopischen Aufnahmen enthalten.

Die damaligen Erkenntnisse waren Wegbereiter für die spätere wissenschaftliche Betrachtung der Geologie weit über die Grenzen Bayerns hinaus. Noch heute besitzen die Ergebnisse in vielen Fällen Gültigkeit.

Aufgeschlagenes Buch Exemplare der Mitteilungen der Reichsstelle für Bodenforschung Zweigstelle München (Bibliothek des Landesamts für Umwelt)

Mit einer internen Umstrukturierung in der geologischen Landesbehörde zwischen 1928 und 1929 wurden die Geognostischen Jahreshefte in "Abhandlungen der geologischen Landesuntersuchung am Bayerischen Oberbergamt" umbenannt. Inhalt und Aufbau sind aber identisch geblieben.

Im Jahr 1939 wurde die "Reichsstelle für Bodenforschung" gegründet, der die geologischen Dienste der Länder als Zweigstellen unterstellt waren. Die Zeitschrift des bayerischen Geologischen Dienstes wurde demgemäß in "Mitteilungen der Reichsstelle für Bodenforschung Zweigstelle München" umbenannt. Mit Fortschreiten des zweiten Weltkrieges kam die klassische landesgeologische Arbeit nahezu zum Erliegen. 1941 erschien die letzte Ausgabe. Erst mit der Gründung des Bayerischen Geologischen Landesamtes im Jahr 1948 kam es zu einer Fortsetzung der Zeitschrift, bis heute unter dem Namen "Geologica Bavarica".

In nachfolgender Datei sind die oben aufgeführten Bände mit Inhaltsangabe dargestellt.

Hinweis

In den folgenden Linklisten können die einzelnen Bände der Schriftenreihen als PDF-Dateien angesehen und heruntergeladen werden.
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Geognostische Jahreshefte, Bände 1 bis 19

Geognostische Jahreshefte, Bände 20 bis 40

Abhandlungen der Geologischen Landesuntersuchung am Bayerischen Oberbergamt, Hefte 1 bis 16

Abhandlungen der Geologischen Landesuntersuchung am Bayerischen Oberbergamt, Hefte 17 bis 33

Mitteilungen der Reichsstelle für Bodenforschung Zweigstelle München, Hefte 34/35

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Mitteilungen der Reichsstelle für Bodenforschung Zweigstelle München, Hefte 36/37

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Hinweis

Die Fortführung der Zeitschriftenreihe ab 1948 unter dem Titel "Geologica
Bavarica
" finden Sie im Menü links bei "Schriften".

Historische Sonderpublikationen

Mit der geognostischen Durchforschung des Königreichs Bayern publizierten anfangs die "General-Bergwerks und Salinen-Administration" und später das "Königliche Oberbergamt" diverse wissenschaftliche Erkenntnisse in Einzelpublikationen.

Die folgenden Beispiele erlauben einen Einblick in die Anfänge der geowissenschaftlichen Untersuchung im Königreich Bayern.

Erste offizielle Kartieranleitung für Geologen in Bayern

Bevor die Geologen in der Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Erkundung Bayerns beginnen konnten, wurde eine Anleitung zum korrekten Vorgehen im Gelände verfasst - die "Instruction als Anleitung zur geognostischen Untersuchung des Gebirgszuges von Garmisch bis zum Bregenzer-Walde". Das handschriftliche Original vom damaligen Director der der Königlichen General-Bergwerks- und Salinen-Administration Johann Carl Friedrich Freiherr von Schenk befindet sich im Dokumentenarchiv des Geologischen Dienstes. Die beiden folgenden Links führen zum Original der Anleitung bzw. zur dazugehörigen Transkription.

Erste umfangreiche rohstoffgeologische Untersuchung im bayerischen Alpenraum

Auf Basis der oben gezeigten "Instruction zur geognostischen Untersuchung [...]" wurde 1840 bis 1843 unter der Leitung des königlichen Oberberg- und Salinenrathes Christoph M. J. Schmitz die erste rohstoffgeologische Übersichtskarte Bayerns erarbeitet. Sie umfasst das Gebiet zwischen Garmisch und dem Bregenzer Wald. Parallel entstand die dazugehörige Erläuterung, welche in der folgenden PDF-Datei (mit Karte am Ende) eingesehen werden kann.

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