Lithogeochemische Hintergrundwerte der Gesteine Bayerns

Steinbruchwand mit verschiedenfarbigen Gesteinsschichten und Hammer als Maßstab Gesteinsprobenahme im Gelände

Die Kenntnis der lithogeochemischen Gesteinseigenschaften ist wichtig für zahlreiche Anwendungen wie z.B. die Nutzbarkeit als Rohstoff, aber auch für die Verwertung von Gesteinsaushub. Zudem beeinflussen die Gesteine die geochemischen Eigenschaften der darin vorkommenden Grundwässer sowie der aus ihnen gebildeten Böden.

Im Rahmen des 2020 abgeschlossenen EU-Projekts "Bodenatlas Bayern" wurden im Projektschwerpunkt "Umweltrelevante Lithogeochemie" die typischen Elementkonzentrationen von Gesteinseinheiten auf Grundlage der digitalen geologischen Karte im Maßstab 1:25.000 (dGK25) ermittelt und in einer Karte dargestellt.

Hierfür wurden die über 2.500 geologischen Einheiten der dGK25 unter Berücksichtigung der Lithologie, Stratigraphie und Fazies zu insgesamt 184 lithogeochemisch gleichartigen Geochemieeinheiten der digitalen Lithogeochemischen Karte von Bayern (dLGK25) zusammengefasst. Alle Geochemieeinheiten mit ausreichend hohen Probenzahlen wurden statistisch ausgewertet und die typischen Wertebereiche der Parameter (Mittelwerte und Perzentile) ermittelt.

Für die geochemische Charakterisierung dienen die Gesteinsanalysen des Bayerischen Bodeninformationssystems, die im Projektrahmen bereichsweise durch neue Beprobungen an Geländeaufschlüssen und Bohrkernen ergänzt wurden.

Im Ergebnis handelt es sich um eine Darstellung der zu erwartenden gesteinsspezifischen Wertebereiche für ausgewählte Elemente, nicht jedoch um eine Aussage zu den am jeweiligen Standort konkret vorliegenden Messwerten.

Die Bereitstellung der Daten für die Anwender erfolgt als lithogeochemisches Kartenwerk der dLGK25 im UmweltAtlas Bayern. Hinsichtlich der statistischen Kennwerte werden beim Klick in die Karte die Mediane und 90. Perzentile der ausgewerteten Parameter zur jeweiligen lithogeochemischen Einheit ausgegeben. Im Bericht unter der Reihe UmweltSpezial werden Zielsetzung, Methodik und Ergebnisse ausführlich erläutert und die statistischen Auswertungen in Form von Boxplots und Tabellen bereitgestellt.

Das Projekt "Bodenatlas Bayern" im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz lief insgesamt bis Ende 2020 und mit Kofinanzierung durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) IWB Bayern 2014-2020 (siehe rechte Spalte).