Luftqualität

Aktueller Trend

Zwischen 2008 und 2017 hat sich die Luftqualität in Bayern verbessert. Vor allem die Belastung durch Feinstaub nimmt im 10-Jahres-Trend ab. Die Jahresmittelwerte für Stickstoffdioxid lassen dagegen noch keinen abnehmenden Trend erkennen.

Entwicklung der Luftqualität in Bayern seit 2000. Die Jahresmittelwerte der Luftschadstoffe Stickstoffdioxid und Feinstaub ergeben sich aus den Mittelwerten, die beispielhaft an insgesamt 13 Messstationen in städtischen Wohngebieten erhoben wurden. Im aktuellen Bewertungszeitraum (2008 bis 2017) geht die Feinstaubbelastung in Mikrogramm pro Kubikmeter Luft deutlich zurück. Für den Luftschadstoff Stickstoffdioxid ist noch kein eindeutig abnehmender Trend erkennbar. Entwicklung der Luftqualität in Bayern seit 2000: Zeitreihen der Luftschadstoffe Stickstoffdioxid und Feinstaub

Zielsetzung

Weitere Verbesserung der Luftqualität.

Messungen belegen: Luftqualität in Bayern verbessert sich langsam

Saubere Luft ist wichtig für ein gesundes Leben. Zu viele Schadstoffe in der Luft können uns vorübergehend oder auch dauerhaft krank machen. Außerdem schaden sie der Umwelt und dem Klima.

Zu den Luftschadstoffen gehören insbesondere Feinstaub (PM10), Stickstoffdioxid (NO2), Ozon (O3), Schwefeldioxid (SO2) und Kohlenmonoxid (CO). Diese Stoffe reizen die Schleimhäute, führen zu Entzündungen und Erkrankungen der Atemwege und vermindern die Lungenfunktion. Außerdem können sie sich negativ auf das Herz-Kreislauf-System auswirken und bestehende Erkrankungen verschlimmern, sodass zum Beispiel Asthmakranke mehr Medikamente einnehmen müssen. Zusätzlich werden auch flüchtige organische Verbindungen (VOC) und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) zu den Luftschadstoffen gezählt. Letztere sind häufig krebserzeugend.

Stickstoffdioxid, Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid und Feinstaub entstehen vor allem im Straßenverkehr, beim Heizen und in der Industrie. In Ballungsgebieten ist die Luft daher am stärksten verschmutzt. Wie hoch die Belastung mit Luftschadstoffen ausfällt, hängt aber auch vom Wetter ab. Hochdruckwetterlagen mit Windstille führen vor allem in den Wintermonaten zu höheren Konzentrationen als regnerisches und windiges Wetter.

Um die Luftqualität in Bayern zu bewerten, wird der Gehalt an Stickstoffdioxid und Feinstaub an insgesamt 13 Messstationen in städtischen Wohngebieten erfasst. Die Jahresmittelwerte aller Stationen zeigen, wie sich die mittlere Luftbelastung in städtischen Gebieten langfristig entwickelt. In Bayern sind die Feinstaubwerte im aktuellen Bewertungszeitraum (2008 bis 2017) zurückgegangen. Die Belastung mit Stickstoffdioxid hat sich seit 2003 zwar ebenfalls verringert, ein dauerhafter Rückgang ist aber noch nicht erkennbar.

Ein Vergleich der Ergebnisse mit den von der Europäischen Union festgelegten Grenzwerten macht deutlich, wo noch Handlungsbedarf besteht. Die Grenzwerte für Feinstaub werden bayernweit seit 2012 eingehalten. Auch die Belastung durch Stickstoffdioxid liegt in den Wohngebieten unterhalb der Grenzwerte. Nur an stark verkehrsbelasteten Straßen innerhalb von Ortschaften werden die Grenzwerte von Stickstoffdioxid noch überschritten. Maßnahmen, mit denen sich die Luftverschmutzung in Städten verringern lässt, sind zum Beispiel die Förderung von innovativen Antrieben und Elektromobilität, die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs, der Ausbau von Fahrradwegen und intelligente Verkehrskonzepte.

Aktuelle Trends für alle Bundesländer stellt die Länderinitiative Kernindikatoren zur Verfügung.

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