Indikatoren für Natur und Landschaft

Wachtelweizen Scheckenfalter Bild vergrössern Der Wachtelweizen-Scheckenfalter ist nur auf nachhaltig bewirtschafteten Weiden zu finden; Foto: Wolfgang Völkl

Eine intakte Natur ist die Grundlage unserer Existenz. Wir leben in, mit und von der Natur. Sie zeigt sich in vielfältigen Ökosystemen mit einer Fülle von Tieren, Pflanzen, Pilzen und Mikroorganismen.

In Mitteleuropa gibt es heute nur noch wenig unberührte Natur. Ob Alm, Acker oder Forst: Wir sind umgeben von sogenannten Kulturlandschaften, die durch jahrhundertelange menschliche Nutzung entstanden sind. Viele von ihnen werden auch heute noch intensiv bewirtschaftet, ein zunehmender Teil davon nach ökologischen Vorgaben. Einige der Landschaften stehen zudem unter gesetzlichem Schutz, weil dort zum Beispiel besonders gefährdete Arten leben.

Doch Naturschutz darf nicht nur in vereinzelten naturnahen Gebieten stattfinden. Vielmehr sind flächendeckende Schutzmaßnahmen nötig – auf bewirtschafteten Äckern und Wiesen ebenso wie in den Wäldern und Siedlungen. Nur so können wir sensible Ökosysteme und damit die Grundlage unserer Lebensqualität und Gesundheit bewahren. Bayern hat sich deshalb mit der Biodiversitätsstrategie dazu verpflichtet, die landschaftliche und biologische Vielfalt zu erhalten.

Die Umweltindikatoren für Natur und Landschaft machen aktuelle Herausforderungen deutlich. Nach wie vor belasten beispielsweise Schadstoffe aus Verkehr, Industrie und Haushalten, aber auch überschüssige Düngemittel die Böden und Gewässer Bayerns. Dadurch geht die heimische Artenvielfalt weiter zurück. Um diesem Trend entgegenzuwirken, ist ein schonender Umgang mit der Natur unverzichtbar. Neben einer nachhaltigen Land-, Forst- und Wasserwirtschaft ist dabei auch der Beitrag jeder und jedes Einzelnen gefragt.