Das Arten- und Biotopschutzprogramm in Bayern

Blick von einem Berg auf das Alpenvorland und den Forggensee im Landkreis Ostallgäu. Blick auf das Alpenvorland und Forggensee im Landkreis Ostallgäu; Foto: Richard Schöttner

Was muss getan werden, um die Biodiversität zu erhalten? Für welche Tier- und Pflanzenarten trägt der jeweilige Landkreis oder die jeweilige kreisfreie Stadt eine besondere Verantwortung und welche Gebiete sind hierfür besonders wichtig? Auf diese Fragen liefert das Arten- und Biotopschutzprogramm (ABSP) in Bayern Antworten. Im Rahmen eines Projekts zum Biotopverbund baut das Bayerische Artenschutzzentrum (BayAZ) auf dem ABSP auf.

Das Arten- und Biotopschutzprogramm in Bayern ist ein zentrales, handlungsorientiertes Fachkonzept des Naturschutzes auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte. Es analysiert und bewertet auf der Grundlage der Biotopkartierung und der Artenschutzkartierung alle für den Naturschutz relevanten Flächen und Artvorkommen. Das Arten- und Biotopschutzprogramm leitet aus den Ergebnissen Ziele und Maßnahmenvorschläge ab. Zugleich ist es ein wichtiges Instrument, das Europäische Netz an Schutzgebieten NATURA 2000 in Bayern zum Erfolg zu führen.

Mit dem Arten- und Biotopschutzprogramm wird den Landkreisen bzw. kreisfreien Städten eine fachliche Grundlage zur Verfügung gestellt, die es ermöglicht, die im Einzelfall erforderlichen Maßnahmen des Arten- und Biotopschutzes zu ergreifen. Die erarbeiteten Ziele und Maßnahmen sind die fachliche Leitlinie bzw. zentrale Grundlage, auf der die Naturschutzbehörden handeln können. Auch Planungsbüros und wissenschaftliche Einrichtungen nutzen die Daten. Ein Erfolg des Programms setzt aber auch eine Mitwirkung vieler weiterer Partner, beispielsweise anderer Behörden, Verbände, Gemeinden und Privatpersonen voraus.