Fischotter; Foto: Astrid Brillen - piclease

Bayerisches Artenschutzzentrum

Zur Umsetzung des Biodiversitätsprogramms 2030 hat die Bayerische Staatsregierung die Naturoffensive Bayern gestartet. Dabei stehen die Sicherung und der Erhalt von Lebensräumen und Artenreichtum im Focus. Das Bayerische Artenschutzzentrum (BayAZ) ist ein Kernelement innerhalb des geplanten Maßnahmenpakets.

Das Artenschutzzentrum dient als Motor für die bayernweite, praxisorientierte Umsetzung von Artenschutzmaßnahmen. Qualitätsgesicherte und wirksame Handlungskonzepte finden in Modellprojekten Anwendung. Als Partner kommen Kommunen, Land- und Forstwirtschaft und weitere Unternehmen in Betracht.

Falter mit braunen, orange gepunkteten Flügeln auf rosa Blüten.Seit 2019 gibt es ein Artenhilfsprogramm für den stark gefährdeten Dukatenfalter (Lycaena virgaureae, Rote Liste Bayern 2); Foto: Dr. Wolfgang Völkl

Die Situation für gefährdete Arten deutlich zu verbessern und die Artenvielfalt insgesamt zu erhöhen, ist das Ziel von Artenhilfsprogrammen. Das Artenschutzzentrum bündelt die Aktivitäten, stösst Hilfsprogramme für weitere Arten an und unterstützt bei der Umsetzung. Durch fundiertes Monitoring und laufende Evaluation werden die Maßnahmen optimiert.

Um wertvolle Lebensräume zu sichern, müssen sie in einem funktionalen Verbund stehen. Nur so sind ökologische und biologische Austauschprozesse möglich und die Anpassungsfähigkeit an Umweltveränderungen wird erhöht. Hierfür werden Biotopverbundkonzepte wie das Arten- und Biotopschutzprogramm weiterentwickelt, die aufzeigen, wie das Ziel von 15% Biotopverbund im Offenland bis 2030 erreicht werden kann.

Die Arbeit des Artenschutzzentrums stützt sich auf die drei Säulen

  • Expertenkompetenz
  • Praxistransfer und
  • Öffentlichkeitsarbeit.

Im Aufgabenschwerpunkt "Anwendungsorientierte ökologische Forschung und Lehre" arbeitet das Bayerische Artenschutzzentrum eng mit der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege in Laufen zusammen.