Das Bayerische Artenschutzzentrum in Augsburg

Das Bayerische Artenschutzzentrum (BayAZ) wurde 2019 als Teil des Bayerischen Landesamtes für Umwelt vor dem Hintergrund des Rückgangs an Insekten aufgebaut. Ziel des Artenschutzzentrums ist es, bedrohte Tiere und Pflanzen zu schützen und die Vielfalt an Lebensräumen zu fördern. Das BayAZ erhebt dazu wissenschaftliche Daten. Aus diesen Erkenntnissen werden Konzepte und Modellprojekte für die Praxis erarbeitet und publik gemacht – im Zusammenspiel von Behörden, Experten, Praktikern und Öffentlichkeit. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist dabei, die Bevölkerung für den Artenschutz zu sensibilisieren und damit die besondere Artenvielfalt in Bayern zu bewahren.

Welche Themen bearbeitet das Bayerische Artenschutzzentrum?

Grafische Elemente verbildlichen die drei Säulen Expertenkompetenz, Praxistransfer und Öffentlichkeitsarbeit vor dem Hintergrund einer vielfältigen Landschaft. Die Struktur des Bayerischen Artenschutzzentrums basiert auf den Säulen Expertenkompetenz, Praxistransfer und Öffentlichkeitsarbeit

Die Arbeit im Artenschutzzentrum stützt sich auf die drei Säulen Expertenkompetenz, Praxistransfer und Öffentlichkeitsarbeit, in denen themenübergreifend zusammengearbeitet wird:

  • Expertenkompetenz
    • Artenhilfsprogramme konzipieren
    • Rote Listen erstellen
    • Monitoring für Pflanzen und Insekten entwickeln und umsetzen
  • Praxistransfer
    • Konzepte für den Biotopverbund erstellen
    • Biodiversitätsberatung landesweit koordinieren
    • Praxisnahe Modellprojekte konzipieren
    • Handlungsleitfäden und Best-Practice-Beispiele erstellen
  • Öffentlichkeitsarbeit
    • Projekte öffentlichkeitswirksam begleiten – mit Print- und Onlinemedien und auf Veranstaltungen
    • themenspezifische Fachinformationen erstellen
    • Medien-Kampagnen für verschiedene Zielgruppen durchführen

Im Aufgabenschwerpunkt "Anwendungsorientierte ökologische Forschung und Lehre" arbeitet das Bayerische Artenschutzzentrum eng mit der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) in Laufen zusammen.

Falter mit intensiv orange gefärbten Flügeln und braunem Flügelrand sitzt auf weißer Blüte.Seit 2019 gibt es ein Artenhilfsprogramm für den stark gefährdeten Dukatenfalter (Lycaena virgaureae, Rote Liste Bayern 2); Foto: Dr. Wolfgang Völkl

Warum gibt es das Bayerische Artenschutzzentrum?

Mit dem Biodiversitätsprogramm 2030 hat die Bayerische Staatsregierung neue Impulse gesetzt, um die Vielfalt an Arten, Sorten und Lebensräumen zu erhalten, wertvolle Lebensräume zu verbinden und Umweltwissen zu vermitteln. Zur Umsetzung startete die Staatsregierung die Naturoffensive Bayern und gründete in diesem Zuge das Bayerische Artenschutzzentrum.