Biodiversitätsberatung

Die Biodiversitätsberaterinnen und -berater setzen gemeinsam mit Flächeneigentümerinnen und Flächeneigentümern, Landbewirtschaftenden, Kommunen, Verbänden und sonstigen Akteuren Naturschutzmaßnahmen um. Ziel ist, besonders in ökologisch wertvollen Teilen von Natur und Landschaft.

  • Flächeneigentümerinnen und Flächeneigentümer, Landnutzerinnen und Landnutzer zur Naturschutzförderung zu beraten (zum Beispiel Bayerisches Vertragsnaturschutzprogramm, Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinie),
  • den Erhaltungszustand von Kernflächen des Naturschutzes (vor allem Schutzgebieten wie Natura-2000-Flächen) zu verbessern,
  • bei der Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen wie Mähgutübertragung zu unterstützen,
  • die Naturschutzarbeit öffentlichkeitswirksam begleiten,
  • und damit den Artenschutz und Biotopverbund zu verbessern.

Mähgut wird mit einem Ladewagen auf einer Wiese aufgebracht Bild vergrössernFrisches Mähgut wird mit einem Ladewagen auf eine dafür vorbereitete Empfängerfläche aufgebracht; Foto: Birgit Elitzer-Böhner, Landschaftspflegeverband Fränkische Schweiz e.V.

Damit leisten die Biodiversitätsberaterinnen und -berater einen zentralen Beitrag, eine charakteristisch vielfältige Landschaft in Bayern zu erhalten und das Volksbegehren "Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern – Rettet die Bienen!" umzusetzen. Sie arbeiten für mehr Strukturen, artenreiche Wiesen und eine regionaltypische Artenvielfalt in Schutzgebieten und darüber hinaus. Dies bedarf eines Beitrags aller gesellschaftlichen Gruppen und einer aktiven Unterstützung durch Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer, sowie anderer wichtiger politischer wie fachlicher Akteure auf allen Ebenen.

Der Biotopverbund wird ausgebaut

Der Ausbau des Biotopverbunds bringt dabei verschiedene Ansätze zusammen, um dem Verlust der Artenvielfalt entgegenzuwirken. Bisher sind rund neun Prozent der Offenlandfläche in Bayern in den Biotopverbund integriert. Entsprechend dem bayerischen Naturschutzgesetz soll der Biotopverbund bis zum Jahr 2030 auf mindestens 15 % der bayerischen Offenlandfläche erweitert werden (10 % bis 2023 und 13 % bis 2027).

Entlang eines Pfeils werden die Ziele des Biotopverbunds illustriert: Bis 2023 sollen 10% Offenland der Landesfläche in den Biotopverbund integriert sein, bis 2027 13% und bis 2030 15%.Ziele des Biotopverbunds gemäß Art. 19 Abs. 1 BayNatschG; Grafik: Josephine Jedicke

Die Biodiversitätsberaterinnen und -berater arbeiten dabei eng mit vielen anderen Kooperationspartnern wie Landschaftspflegeverbänden, Gebietsbetreuern, Naturparkrangern und Wildlebensraumberaterinnen und -beratern der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten am Ausbau des Biotopverbundes zusammen und ergänzen sich gegenseitig.