Mineralische Abfälle

Zu den mineralischen Abfällen gehören insbesondere:

  • Bodenmaterial
  • Bauschutt
  • Straßenaufbruch
  • Schlacken, Asche und Sande
  • Mineralische Abfälle mit organischen Anteilen
  • Gleisschotter, Gipsplatten und sonstige mineralische Abfälle

Bau- und Abbruchabfälle sind sowohl in Deutschland als auch in Bayern der mengenmäßig bedeutendste Abfallstrom. In Bayern fielen im Jahr 2016 insgesamt rund 49,6 Mio. t zu entsorgende Abfälle aus Bau- und Abbruchmaßnahmen an – mit den drei größten Fraktionen Bodenaushub und Steine mit 31,8 Mio. t (64%), Bauschutt mit 10,6 Mio. t (21%) sowie Straßenaufbruch mit 4,6 Mio. t (9,3%).

Mineralische Abfälle werden nach der Systematik der Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV) bezeichnet und nach ihrer Gefährlichkeit eingestuft.

Gemäß des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) ist der Abfallerzeuger und –besitzer verpflichtet, die mineralischen Abfälle so zu entsorgen, dass der Schutz von Mensch um Umwelt am besten gewährleistet wird. Welcher Entsorgungsweg konkret eingeschlagen werden kann, ist von den Umständen des Einzelfalls, zum Beispiel von der Schadstoffbelastung abhängig. Je nach Schadstoffgehalt können mineralische Abfälle verwertet (zum Beispiel Recycling-Baustoffe, Wiederverfüllung in Abbaustätten, Einsatz im Straßenbau) oder müssen auf Deponien beseitigt werden.

Zur Vereinheitlichung länderspezifischer Regelungen für die Verwertung von mineralischen Abfällen wird auf Bundesebene der Entwurf einer "Ersatzbaustoffverordnung" diskutiert, deren Einführung aber noch nicht absehbar ist. Insgesamt wird in den Regelungen versucht, den unterschiedlichen Belastungspotenzialen mineralischer Abfälle Rechnung zu tragen.