Straßenaufbruch

Z.B. Asphalt, Beton, Boden und Steine.

Platten von Asphalt aufgeschüttet. Bild vergrössern Straßenaufbruch

Regelungen und Merkblätter

Fragen und Antworten

In welchen Ausnahmefällen ist bei der Verwertung von Ausbauasphalt in technischen Bauwerken der RC-Leitfaden einschlägig?

Antwort:

Ist Ausbauasphalt (Asphaltfräsgut) für den Einsatz in Asphaltmischanlagen nachweislich nicht geeignet, z.B. aufgrund von Verunreinigungen mit Fremdmaterialien, oder ist die wirtschaftliche Zumutbarkeit dieser Verwertungsmaßnahme nicht gegeben, kann das Material anderweitig, z.B. in ungebundenen Schichten des Straßenunterbaus, verwertet werden (vgl. § 7 Abs. 4 i. V. m. § 8 Abs.1 KrWG). Unter diesen Voraussetzungen ist der RC-Leitfaden – obwohl dieser Ausbauasphalt unter der Vorgabe einer möglichst hochwertigen Verwertung zunächst ausschließt – wiederum einschlägig.

Zum Nachweis, dass die Verwertung von Ausbauasphalt ordnungsgemäß und schadlos erfolgt, sind gemäß Anlage 1 insbesondere die Parameter PAK (Feststoff) sowie MKW und Phenolindex (Eluat) maßgeblich. Bei Verdacht auf weitere Schadstoffe ist das Parameterspektrum dahingehend zu erweitern.

Das LfU-Merkblatt Nr. 3.4/1 (Stand: 03.05.2017) ist hier nicht einschlägig. Es zeigt im Abschnitt 5.1 bzw. im Anhang 1 zwar Verwertungsmöglichkeiten von nicht oder gering verunreinigtem Ausbauasphalt auf, erscheint jedoch zum Nachweis, dass die Verwertung in Abhängigkeit vom Einbauort ordnungsgemäß und schadlos erfolgt, nicht ausreichend bestimmt.

Inwiefern haben die Rahmenbedingungen, unter denen die Schadstoffbelastung vorliegt – hier: gebundene Form als Bruchstücke von Straßenbelägen – Einfluss auf die Einstufung für die Entsorgung?

Antwort:

Sofern ein Stoff in gebundener Form vorliegt, kann sich das positiv auf das Eluatverhalten und damit z.B. für die Beurteilung der Verwertbarkeit oder Deponierbarkeit (hier: bei Deponien der Deponieklasse DK I – III) auswirken.

Für den Geltungsbereich des Verfüllleitfadens spielt dies allerdings keine Rolle, da bestimmte Parameter wie MKW dort in der Originalsubstanz zu bestimmen sind und es keine Ausnahme für bitumenhaltiges Material gibt. Zudem ist Ausbauasphalt im Leitfaden nicht als Verfüllmaterial vorgesehen. Ausbauasphalt kann deshalb dort nur in geringen, nicht mehr abtrennbaren Mengen toleriert werden, die nicht zu einer Überschreitung der Zuordnungswerte führen.