Verwertungsquote

Aktueller Trend

Die Verwertungsquote hat in Bayern im aktuellen 10-Jahres-Trend (2006 bis 2015) leicht zugenommen. Seit 2000 liegt der Anteil wiederverwerteter Stoffe am gesamten Abfallaufkommen der Haushalte fortwährend bei mehr als 70 Prozent, 2015 waren es knapp 74 Prozent. Damit hat die Verwertungsquote inzwischen ein hohes Niveau erreicht.

Kontinuierlicher Anstieg der Verwertungsquote in Prozent seit 1990; auch im aktuellen Bewertungszeitraum (2006 bis 2015) hat dieser Wert noch leicht auf ca. 73% zugenommen Bild vergrössern Entwicklung des Anteils recycelter Haushaltsabfälle in Bayern seit 1990

Ziel der Bayerischen Staatsregierung

Bayerisches Abfallgesetz: "... anfallende Abfälle … (sind) … weitestgehend in den Stoffkreislauf zurückzuführen."

Abfall als Rohstoffquelle: Wiederverwertung schont Ressourcen

Der weltweite Vorrat an Erzen und anderen Industrierohstoffen ist begrenzt. Daher müssen diese vermehrt als sogenannte Sekundärrohstoffe aus Abfall gewonnen werden. Dies gilt insbesondere für viele wichtige Metalle, wie Kupfer, Nickel und Aluminium.

Deshalb werden heute möglichst viele nutzbare Wertstoffe vom Restabfall getrennt und mit entsprechenden Sammelsystemen erfasst. Das Recycling der Wertstoffe Glas, Papier, Metall und Kunststoff hat in Bayern bereits einen hohen Stand erreicht. Durch die Einführung von Abholsystemen wie Papiertonne und Gelber Sack/Gelbe Tonne können noch mehr Wertstoffe erfasst werden. Diese Variante ist für Verbraucherinnen und Verbraucher komfortabler, als die Abfälle zum Wertstoffcontainer oder -hof zu bringen.

In Bayern ist die Verwertungsquote seit 1990 deutlich gestiegen und lag 2015 bei knapp 74 Prozent. Für die Zukunft werden aber nur noch geringfügige Steigerungen erwartet. Nimmt der Bau von Siedlungen mit Gärten und Rasenflächen allerdings weiterhin zu, können sich die Mengen an pflanzlichen Abfällen (Grüngut) erhöhen, die bei kommunalen Sammelstellen abgeliefert werden. Schon heute handelt es sich bei gut einem Viertel der verwerteten Haushaltsabfälle um Grüngut. Dieser Wertstoff kann zum Beispiel zu Kompost weiterverarbeitet oder für die Energieproduktion genutzt werden.

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