Altlasten

Aktueller Trend

Die Zahl der Flächen in Bayern, für die der Altlastverdacht geklärt wurde, konnte zwischen 2001 und 2018 um 7.309 auf 11.148 gesteigert werden. Der aktuelle 10-Jahres-Trend (2009 bis 2018) ist deutlich steigend.

Die Anzahl der Flächen mit geklärtem Altlastverdacht in Bayern nimmt seit 2001 (3850) kontinuierlich auf 2018 (rund 11150) zu. Entwicklung der Anzahl der Flächen mit geklärtem Altlastverdacht in Bayern seit 2001

Ziel der Bayerischen Staatsregierung

Bayerische Staatsregierung: Bis zum Jahr 2020 soll bei 12.000 Flächen der Altlastverdacht geklärt sein.

Untersuchung von Altlasten: Gefahren abwehren, Ressourcen schonen

Über 100 Jahre industrielle Entwicklung und die Entsorgung von Abfällen haben ihre Spuren auf Bayerns Böden hinterlassen. Früher gab es weniger oder gar keine Umweltstandards für die Ablagerung von Abfällen oder für Industrieanlagen und Gewerbebetriebe. Dadurch gelangten vielerorts Schadstoffe in den Untergrund, die den Boden oder auch das Grundwasser oftmals noch heute belasten. Betroffene Flächen, sogenannte Altlasten, bergen damit Risiken für Umwelt und menschliche Gesundheit.

Aus diesem Grund muss jede Fläche, für die ein Altlastverdacht besteht, auf mögliche Gefahren für Mensch und Umwelt überprüft werden. Das ist auch deshalb wichtig, weil ein nicht geklärter Verdacht die Nutzung ehemaliger Industrie- und Gewerbeflächen für neue Zwecke und damit die wirtschaftliche Entwicklung hemmt. Durch Flächenrecycling können diese Grundstücke wieder in den Wirtschafts- und Naturkreislauf eingegliedert werden. Das hilft auch, den Flächenverbrauch auf der "grünen Wiese" zu reduzieren und so die wertvolle Ressource Boden zu schonen. Je nach Belastung müssen betroffene Flächen zunächst saniert werden.

In Bayern konnte bis 2018 für 11.148 Flächen der Altlastverdacht geklärt werden. Rund 4.800 dieser Flächen gelten nicht mehr als Altlasten, da der Altlastverdacht ausgeräumt wurde. Bei weiteren fast 2.400 Flächen wurde die Sanierung abgeschlossen. Ziel des Freistaates ist es, bis 2020 12.000 Verdachtsflächen zu überprüfen.