Aktueller Trend

Der Anteil erneuerbarer Energien hat in Bayern im aktuellen Bewertungszeitraum (2014 bis 2023) stetig zugenommen.

Entwicklung des Anteils erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch (aktuell mit 25,4 Prozent) und am Endenergieverbrauch (aktuell mit 25,9 Prozent) sowie am Stromverbrauch (aktuell mit 54,1 Prozent) in Bayern. Die Zeitreihen haben im Bewertungszeitraum von 2014 bis 2023 jeweils einen positiven, steigenden Trend. Entwicklung des Anteils erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch und Endenergieverbrauch sowie am Stromverbrauch in Bayern

Ziel der Bayerischen Staatsregierung

Ministerratsbeschlüsse im Jahr 2022:

  • Strom aus erneuerbaren Energien: 78 TWh bis 2030,
  • Photovoltaik: 40 GW bis 2030,
  • Zubau von mindestens 800 bis 1000 Windenergieanlagen in den nächsten Jahren (rund 6,6 GW),
  • Biomasse: 2,2 GW bis 2030,
  • Deckung von 25 Prozent des Gebäudewärmebedarfs aus Geothermie bis 2050.

Bioenergie, Photovoltaik, Wasserkraft und Windenergie: wichtige Bausteine der Energieversorgung

Die Nutzung erneuerbarer Energien leistet einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung und schont die natürlichen Ressourcen. Allerdings kann auch diese Form der Energiegewinnung Umwelt, Natur und Landschaft belasten. Erneuerbare Energien können daher einen sparsamen und effizienten Umgang mit Energie ergänzen, aber nicht ersetzen.

Der Anteil erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch betrug in Bayern 2023 laut Schätzung bereits gut 25 Prozent. Er hat sich damit seit 1990 mehr als versiebenfacht. Der Anteil am Endenergieverbrauch lag 2023 bei rund 27 Prozent. Der Anteil am Stromverbrauch betrug rund 54 Prozent.

Beim Anteil der erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch hatte 2023 wiederum Bioenergie mit rund 60 Prozent den größten Anteil, gefolgt von Sonnenenergie mit 17 Prozent und Wasserkraft mit 11 Prozent. Geothermie/Umweltwärme kommt auf einen Anteil von rund 7 Prozent und Windenergie auf rund 5 Prozent.

Bayern hat den Umbau der Energieversorgung zur Schlüsselaufgabe des 21. Jahrhunderts erklärt. Im Bewusstsein der energiepolitischen Herausforderungen und in Verantwortung für Menschen und Wirtschaft im Freistaat beschloss der Ministerrat am 17. Mai 2022 den Bayerischen Energieplan. Danach soll beispielsweise die Stromerzeugung aus Solarenergie bis 2030 von 13 TWh auf 40 TWh verdreifacht werden und ein Zuwachs von mindestens 800 bis 1.000 Windkraftanlagen in den nächsten Jahren erfolgen. 2023 betrug der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung insgesamt 70,4 Prozent.

Der Energie-Atlas Bayern hilft Kommunen und Unternehmen dabei, konkrete Möglichkeiten für den Ausbau der einzelnen Erzeugungsarten zu erschließen.

Aktuelle Trends für alle Bundesländer stellt die Länderinitiative Kernindikatoren zur Verfügung.

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