Kohlendioxidemissionen

Aktueller Trend

Die Emissionen von Kohlendioxid (CO2) sind anders als in den Vorjahren im aktuellen Bewertungszeitraum (2005 bis 2014) nicht zurückgegangen. 2014 lagen sie bei rund 5,9 Tonnen pro Einwohner. Der Anteil des Verkehrs am CO2-Ausstoß nimmt im Vergleich zu anderen Emissionsquellen zu. 2014 lagen die CO2-Emissionen aus der Verbrennung von Kraftstoffen bei 2,5 Tonnen pro Einwohner.

Entwicklung der energiebedingten CO2-Emissionen und den Anteil des Verkehrs von 1990 bis 2014 in Tonnen pro Einwohner und Jahr. Die Werte stagnieren im Bewertungszeitraum von 2005 bis 2014. Bild vergrössern Entwicklung der energiebedingten CO2-Emissionen pro Kopf in Bayern seit 1990: Gesamtemissionen und Anteil des Verkehrs

Ziel der Bayerischen Staatsregierung

Klimaschutz Bayern 2020: Verringerung der jährlichen energiebedingten CO2-Emissionen bis 2020 auf deutlich unter 6 Tonnen je Einwohner

Noch Luft nach oben: Kohlendioxidemissionen müssen weiter sinken

Kohlendioxid trägt am stärksten zu dem vom Menschen verursachten Klimawandel bei. Das Treibhausgas wird vor allem bei der Nutzung fossiler Energieträger wie Kohle oder Erdgas freigesetzt. Die meisten CO2-Emissionen entstehen bei der Erzeugung von Strom und Wärme, die zweitgrößte Quelle ist der Verkehr.

In Bayern lag der Pro-Kopf-Ausstoß 2014 bei rund 5,9 Tonnen. Damit steht der Freistaat verglichen mit anderen industrialisierten Ländern zwar schon heute gut da. Trotzdem muss dieser Wert weiter reduziert werden: Laut Weltklimarat dürfte jeder Mensch im Jahr 2050 durchschnittlich nur noch maximal 1,5 Tonnen CO2 ausstoßen, damit die Klimaerwärmung auf zwei Grad Celsius begrenzt würde.

1990 lag die Gesamtmenge der energiebedingten CO2-Emissionen in Bayern bei 84,5 Millionen Tonnen. 2014 waren es nur noch rund 74,8 Millionen Tonnen. Diese positive Entwicklung trotz steigenden Energieverbrauchs lässt sich vor allem darauf zurückführen, dass vermehrt CO2-arme Energieträger verwendet werden und sich die Energieeffizienz verbessert. Im aktuellen Bewertungszeitraum von 2005 bis 2014 stagniert der Trend allerdings.

Anders sieht es bei den CO2-Emissionen des Verkehrs aus: Sie lagen 2014 höher als 1990. Grund dafür ist vor allem der wachsende Güter- und Flugverkehr. Die Emissionen aus dem Flugverkehr stiegen von 1990 bis 2014 auf rund das Dreifache, nämlich auf etwa 4,0 Millionen Tonnen. Mit rund 27 Millionen Tonnen verursacht der Straßenverkehr aber weiterhin den größten Anteil im Verkehrssektor.

Bayern nimmt die Forderung des Weltklimarates ernst und hat sich zum Ziel gesetzt, die jährlichen energiebedingten CO2-Emissionen bis 2020 auf unter 6 Tonnen je Einwohner zu verringern.

Aktuelle Trends für alle Bundesländer stellt die Länderinitiative Kernindikatoren zur Verfügung.

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