Aktueller Trend
Die Emissionen von Kohlendioxid gehen im aktuellen Bewertungszeitraum (2014 bis 2023) zurück. 2023 lagen sie bei rund 5,2 Tonnen pro Einwohner. Der Anteil von Emissionen des Verkehrs ist ebenfalls gesunken: Im Schnitt hat jeder Einwohner durch die Verbrennung von Kraftstoffen rund 2,2 Tonnen Kohlendioxid freigesetzt. Diese Entwicklung kann durch Effekte der Corona-Pandemie bedingt und auch eine Folge der größeren Nachfrage nach attraktiven Angeboten des ÖPNV wie z. B. dem Deutschlandticket sein.
Entwicklung der energiebedingten CO2-Emissionen pro Kopf in Bayern seit 1990: Gesamtemissionen und Anteil des VerkehrsZiel der Bayerischen Staatsregierung
Bayerisches Klimaschutzgesetz: Die Treibhausgasemissionen je Einwohner sollen bis zum Jahr 2030 um 65 Prozent gesenkt werden, bezogen auf den Durchschnitt des Jahres 1990. Spätestens bis zum Jahr 2040 ist Bayern klimaneutral. Die Klimaneutralität der Staatsregierung ist bereits seit 2023 erreicht. Die Behörden und Einrichtungen der unmittelbaren Staatsverwaltung sollen bis zum Jahr 2028 eine klimaneutrale Verwaltung erreichen.
Noch Luft nach oben: Kohlendioxidemissionen müssen weiter sinken
Kohlendioxid trägt am stärksten zum vom Menschen verursachten Klimawandel bei. Das Treibhausgas wird vor allem bei der Nutzung fossiler Energieträger wie Kohle oder Erdgas freigesetzt. Die meisten CO2-Emissionen entstehen bei der Erzeugung von Strom und Wärme, die zweitgrößte Quelle ist der Verkehr.
In Bayern lag der Pro-Kopf-Ausstoß energiebedingter CO2-Emissionen im Jahr 2023 bei rund 5,2 Tonnen. Damit steht der Freistaat verglichen mit anderen industrialisierten Ländern zwar schon heute gut da. Trotzdem muss dieser Wert noch weiter reduziert werden: Laut Weltklimarat dürfte jeder Mensch im Jahr 2050 durchschnittlich nur noch maximal 1,5 Tonnen CO2 ausstoßen, damit die Klimaerwärmung auf zwei Grad Celsius begrenzt würde.
1990 lag die Gesamtmenge der energiebedingten CO2-Emissionen in Bayern bei 84,5 Millionen Tonnen. 2023 waren es noch rund 68,6 Millionen Tonnen. Diese positive Entwicklung lässt sich vor allem darauf zurückführen, dass vermehrt CO2-arme Energieträger verwendet werden, sich die Energieeffizienz verbessert und der Energieverbrauch insgesamt sinkt. Im aktuellen Bewertungszeitraum von 2014 bis 2023 ist der Trend daher fallend.
Anders sieht es bei den CO2-Emissionen des Verkehrs aus: Die Emissionen aus dem wachsenden Flugverkehr haben sich von 1990 bis 2019 vervierfacht und trugen bis dahin maßgeblich zu dem hohen Anteil im Verkehrssektor bei. 2020 und 2021 kam es jedoch bedingt durch Effekte der Corona-Pandemie zu einem starken Rückgang des Anteils des Flugverkehrs. Seit 2022 nimmt dieser jedoch wieder deutlich zu. Mit rund 24,3 Millionen Tonnen verursacht der Straßenverkehr aber weiterhin den größten Anteil im Verkehrssektor.
Aktuelle Trends für alle Bundesländer stellt die Länderinitiative Kernindikatoren zur Verfügung.
