Kohlendioxidemissionen

Aktueller Trend

Die Emissionen von Kohlendioxid gehen im aktuellen Bewertungszeitraum (2008 bis 2017) zurück. 2017 lagen sie bei rund 6,1 Tonnen pro Einwohner. Die Emissionen des Verkehrs zeigen im 10-Jahres-Trend einen ansteigenden Verlauf. Im Schnitt hat jeder Einwohner durch die Verbrennung von Kraftstoffen rund 2,6 Tonnen Kohlendioxid freigesetzt.

Entwicklung der energiebedingten Kohlendioxidemissionen und dem Anteil des Verkehrs von 1990 bis 2017 in Tonnen pro Einwohner und Jahr. Die Werte der energiebedingten Kohlendioxidemissionen haben im Bewertungszeitraum von 2008 bis 2017 abgenommen. Sie lagen im Jahr 2008 bei ca. 6,5 Tonnen und im Jahr 2017 bei 6,1 Tonnen. In den 90er Jahren lagen sie noch bei über 7,5 Tonnen. Der Anteil des Verkehrs schwankt seit Jahren um einen Wert von rund 2,5 Tonnen und nimmt in den letzten zehn Jahren zu. Entwicklung der energiebedingten CO2-Emissionen pro Kopf in Bayern seit 1990: Gesamtemissionen und Anteil des Verkehrs

Ziel der Bayerischen Staatsregierung

Bayerische Nachhaltigkeitsstrategie: Verringerung der jährlichen energiebedingten CO2-Emissionen je Einwohner auf 5,5 Tonnen bis 2025.

Noch Luft nach oben: Kohlendioxidemissionen müssen weiter sinken

Kohlendioxid trägt am stärksten zu dem vom Menschen verursachten Klimawandel bei. Das Treibhausgas wird vor allem bei der Nutzung fossiler Energieträger wie Kohle oder Erdgas freigesetzt. Die meisten CO2-Emissionen entstehen bei der Erzeugung von Strom und Wärme, die zweitgrößte Quelle ist der Verkehr.

In Bayern lag der Pro-Kopf-Ausstoß 2017 bei rund 6,1 Tonnen. Damit steht der Freistaat verglichen mit anderen industrialisierten Ländern zwar schon heute gut da. Trotzdem muss dieser Wert weiter reduziert werden: Laut Weltklimarat dürfte jeder Mensch im Jahr 2050 durchschnittlich nur noch maximal 1,5 Tonnen CO2 ausstoßen, damit die Klimaerwärmung auf zwei Grad Celsius begrenzt würde.

1990 lag die Gesamtmenge der energiebedingten CO2-Emissionen in Bayern bei 84,5 Millionen Tonnen. 2017 waren es noch rund 78,9 Millionen Tonnen. Diese positive Entwicklung trotz steigenden Energieverbrauchs lässt sich vor allem darauf zurückführen, dass vermehrt CO2-arme Energieträger verwendet werden und sich die Energieeffizienz verbessert. Im aktuellen Bewertungszeitraum von 2008 bis 2017 ist der Trend daher fallend.

Anders sieht es bei den CO2-Emissionen des Verkehrs aus: Sie lagen 2017 höher als 1990. Grund dafür ist vor allem der wachsende Güter- und Flugverkehr. Die Emissionen aus dem Flugverkehr stiegen von 1990 bis 2017 auf rund das Vierfache, nämlich auf etwa 5,5 Millionen Tonnen. Mit rund 28 Millionen Tonnen verursacht der Straßenverkehr aber weiterhin den größten Anteil im Verkehrssektor.

Bayern nimmt die Forderung des Weltklimarates ernst und hat sich zum Ziel gesetzt, die jährlichen energiebedingten CO2-Emissionen bis 2025 auf 5,5 Tonnen je Einwohner zu verringern.

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