Energieverbrauch

Aktueller Trend

Der Energieverbrauch je Einwohner hat in Bayern im aktuellen Bewertungszeitraum (2005 bis 2014) nicht abgenommen. Das gilt sowohl für den Primärenergieverbrauch als auch für den Endenergieverbrauch der privaten Haushalte.

Entwicklung des Primärenergieverbrauchs und des Endenergieverbrauchs privater Haushalte in Gigajoule pro Einwohner und Jahr seit 1995. Beide Werte stagnieren im Bewertungszeitraum 2005 bis 2014. Bild vergrössern Entwicklung des einwohnerbezogenen Primärenergieverbrauchs und des Endenergieverbrauchs privater Haushalte in Bayern seit 1995

Ziel der Bayerischen Staatsregierung

Bayerisches Energieprogramm: Verringerung des Primärenergieverbrauchs bis 2025 gegenüber 2010 um 10 Prozent, insbesondere durch Maßnahmen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz.

Haushalte, Verkehr und Industrie – der Energieverbrauch nimmt noch nicht ab

Während die Waschmaschine läuft und die Pizza aus dem Supermarkt im Ofen bäckt, liefert der Paketdienst den neuen Fernseher: Energie ermöglicht einen hohen Lebensstandard, wirtschaftliche Aktivitäten, Verkehr und Transport. Dafür müssen jedoch zunächst primäre Energieträger wie Rohöl, Erdgas oder Kohle gewonnen und in nutzbare Endenergie wie Strom, Wärme oder Licht umgewandelt werden. Diese Prozesse von der Gewinnung über die Verteilung bis zur Nutzung der Energie belasten die Umwelt. Den Energieverbrauch zu senken, ist daher ein wichtiges Umweltziel.

In Bayern hat der Primärenergieverbrauch pro Kopf seit den 1970er-Jahren zunächst deutlich zugenommen. Dieser Trend konnte 2003 gestoppt werden und war bis 2009 rückläufig. Seither stagniert er. Der Primärenergieverbrauch setzt sich in Bayern laut der Schätzung für 2016 wie folgt zusammen: Rund 39 Prozent der Primärenergie stammen aus Mineralölen, etwa 18 Prozent aus Kernenergie, fast 20 Prozent aus Gasen und noch rund 3 Prozent aus Kohle. Der Anteil der erneuerbaren Energien steigt auf rund 18 Prozent.

Auch der Endenergieverbrauch privater Haushalte ist im aktuellen Bewertungszeitraum von 2005 bis 2014 nicht zurückgegangen. Die Haushalte und andere Verbraucher (darunter Gewerbe, Handel und Dienstleistungen) haben nach der Schätzung für 2016 einen Anteil von rund 44 Prozent am Endenergieverbrauch. Der Verkehrssektor kommt auf 34 Prozent und das verarbeitende Gewerbe auf rund 23 Prozent.

Ein wichtiger Erfolg der vergangenen Jahrzehnte ist die weitgehende Entkopplung von Emissionen und Energieverbrauch. Das heißt, die Emissionen von Kohlendioxid und anderen luftverunreinigenden Stoffen sind deutlich weniger gestiegen als der Energieverbrauch. Je nach Schadstoff sind sie zum Teil sogar zurückgegangen.

Aktuelle Trends für alle Bundesländer stellt die Länderinitiative Kernindikatoren zur Verfügung.

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