Energieverbrauch

Aktueller Trend

Der Primärenergieverbrauch je Einwohner hat in Bayern im aktuellen Bewertungszeitraum (2008 bis 2017) abgenommen. Beim Endenergieverbrauch der privaten Haushalte ist im gleichen Zeitraum jedoch keine Abnahme zu verzeichnen.

Entwicklung des Primärenergieverbrauchs und des Endenergieverbrauchs privater Haushalte in Kilowattstunden pro Einwohner und Jahr seit 1995. Der Primärenergieverbrauch hat im Bewertungszeitraum 2008 bis 2017 abgenommen, er lag 2008 bei rund 45.800 und 2017 bei rund 41.700 Kilowattstunden. Der Endenergieverbrauch privater Haushalte stagniert bei rund 13.000 Kilowattstunden. Entwicklung des einwohnerbezogenen Primärenergieverbrauchs und des Endenergieverbrauchs privater Haushalte in Bayern seit 1995

Ziel der Bayerischen Staatsregierung

Bayerisches Energieprogramm: Verringerung des Primärenergieverbrauchs bis 2025 gegenüber 2010 um 10 Prozent, insbesondere durch Maßnahmen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz.

Haushalte, Verkehr und Industrie – der Energieverbrauch nimmt noch nicht ab

Während die Waschmaschine läuft und die Pizza aus dem Supermarkt im Ofen bäckt, liefert der Paketdienst den neuen Fernseher: Energie ermöglicht einen hohen Lebensstandard, wirtschaftliche Aktivitäten, Verkehr und Transport. Dafür müssen jedoch zunächst primäre Energieträger wie Rohöl, Erdgas oder Kohle gewonnen und in nutzbare Endenergie wie Strom, Wärme oder Licht umgewandelt werden. Diese Prozesse von der Gewinnung über die Verteilung bis zur Nutzung der Energie belasten die Umwelt. Den Energieverbrauch zu senken, ist daher ein wichtiges Umweltziel.

In Bayern hat der Primärenergieverbrauch pro Kopf seit den 1970er-Jahren zunächst deutlich zugenommen. Dieser Trend konnte 2003 gestoppt werden und ist im aktuellen 10-Jahres-Trend (2008 bis 2017) rückläufig. Der Primärenergieverbrauch setzt sich in Bayern für 2017 wie folgt zusammen: Rund 38 Prozent der Primärenergie stammen aus Mineralölen, etwa 17 Prozent aus Kernenergie, 21 Prozent aus Gasen und noch rund 3 Prozent aus Kohle. Der Anteil der erneuerbaren Energien steigt auf 18,5 Prozent.

Der Endenergieverbrauch privater Haushalte ist dagegen im aktuellen Bewertungszeitraum von 2008 bis 2017 nicht zurückgegangen. Die Haushalte und andere Verbraucher (darunter Gewerbe, Handel und Dienstleistungen) haben 2017 einen Anteil von rund 44 Prozent am Endenergieverbrauch. Der Verkehrssektor kommt auf 34 Prozent und das verarbeitende Gewerbe auf rund 22 Prozent.

Ein wichtiger Erfolg der vergangenen Jahrzehnte ist die weitgehende Entkopplung von Emissionen und Energieverbrauch. Das heißt, die Emissionen von Kohlendioxid und anderen luftverunreinigenden Stoffen sind deutlich weniger gestiegen als der Energieverbrauch. Je nach Schadstoff sind sie zum Teil sogar zurückgegangen.

Aktuelle Trends für alle Bundesländer stellt die Länderinitiative Kernindikatoren zur Verfügung.

Verwandte Umweltindikatoren