Radon messen in Wohnräumen

Für die Radonkonzentration in Wohnräumen gilt der gesetzlich festgelegte Referenzwert: Er beträgt 300 Becquerel pro Kubikmeter Luft (Bq/m3) und bezieht sich auf den Jahresmittelwert der Radonkonzentration. Messwerte werden mit dem Referenzwert verglichen und können so eingeordnet werden.

Überschreitet der Messwert den Referenzwert sollten passende Maßnahmen geplant und umgesetzt werden.

In Wohnräume sind Messungen freiwillig, aber stets zu empfehlen. Denn nur eine Messung schafft Gewissheit.

Schritt für Schritt zum Messergebnis

Das Piktogramm zeigt ein Exposimeter, einen Bestellschein und das dazugehörige Briefkuvert. Die Radonkonzentration an Arbeitsplätzen wird mit einem Exposimeter gemessen. Arbeitgeber in Radon-Vorsorgegebieten müssen die Radonkonzentration an allen Arbeitsplätzen im Keller- und Erdgeschoss messen. Auch außerhalb von Radon-Vorsorgegebieten sind Messungen im Keller- und Erdgeschoss stets empfehlenswert. Vor der Messung muss der Arbeitgeber die Anzahl der Exposimeter feststellen. Messung planen

Um die Radonkonzentration zu Hause zu messen, hat sich folgendes Vorgehen bewährt:

Um die Radonkonzentration zu messen, sollten Exposimeter in mindestens zwei häufig genutzten Räumen, am besten im untersten Wohngeschoss, aufgestellt werden. Wenn auch im Kellergeschoss Räume liegen, die häufig genutzt werden, wie Büro oder Hobbyraum, sollte dort zusätzlich gemessen werden. Diese Anzahl Exposimeter sollte bei einer anerkannten Stelle bestellt werden.

Das Piktogramm zeigt zwei verpackte Exposimeter. Die Tüte wird mit einer Schere geöffnet. Das Exposimeter kann entnommen werden. Exposimeter auspacken

Nachdem die Exposimeter angekommen sind, müssen sie zum Messen aus den Verpackungen genommen werden.

Tipp: Die Verpackungen sind ideal für den Rückversand.

Die Exposimeter sollten

  • nicht direkt an Türen und Fenstern liegen,
  • frei von Zugluft sein,
  • nicht direkt an der Wand liegen, mindestens 10 cm Abstand,
  • nicht direkt in der Sonne oder nahe an der Heizung liegen,
  • ungefähr in Atemhöhe sein.
Das Piktogramm zeigt ein Protokoll für eine Radonmessung. Die Radonkonzentration an Arbeitsplätzen wird mit einem Exposimeter gemessen. Arbeitgeber tragen in das Protokoll Anfangs- und Enddatum der Messung ein. Protokoll ausfüllen

Anfangs- und Enddatum der Messung sind für die Auswertung der Exposimeter besonders wichtig. Deshalb müssen die mitgelieferten Protokolle gewissenhaft ausgefüllt werden.

Das Piktogramm zeigt mehrere Kalenderblätter. Der Messzeitraum für eine Messung der Radonkonzentration am Arbeitsplatz muss sich über zwölf Monate erstrecken. Messzeitraum einhalten

Ideal ist eine Messung über zwölf Monate. In der Praxis ist das manchmal nicht möglich. Folgende Mindestanforderungen müssen jedoch eingehalten werden, damit das Ergebnis aussagekräftig ist:

  • Man sollte mindestens sechs Monate messen.
  • Der Messzeitraum sollte mindestens zur Hälfte im Winterhalbjahr liegen, circa 15. Oktober bis 15. April.

Während der Messung müssen die Exposimeter immer am selben Ort bleiben. Die Wohnung kann wie gewohnt genutzt und gelüftet werden.

Das Piktogramm zeigt zwei in einer durchsichtigen Tüte wiederverpackte Exposimeter. Nach der Messung der Radonkonzentration schickt der Arbeitgeber die Exposimeter zur Auswertung an die anerkannte Stelle zurück. Exposimeter verpacken und zurückschicken

Die Exposimeter müssen zusammen mit den vollständig ausgefüllten Protokollen zurück an die anerkannte Stelle geschickt werden. Für den Rückversand eignen sich am besten die Originalverpackungen.

Das Piktogramm zeigt ein Exposimeter, ein Ergebnisprotokoll und das dazugehörige Briefkuvert. Die anerkannte Stelle teilt dem Arbeitgeber das Ergebnis der Radonmessung am Arbeitsplatz per Post mit. Messergebnis einordnen

Das Ergebnis wird nach wenigen Wochen per Post zurückgeschickt. Liegt das Messergebnis über dem Referenzwert von 300 Bq/m3, sollten geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die Radonkonzentration zu senken. Wird der Referenzwert nur gering überschritten, können oftmals einfache Maßnahmen die Radonkonzentration senken.

Tipp: Wird eine individuelle Beratung und Unterstützung gewünscht, können Spezialisten herangezogen werden, die auf den jeweiligen Fall zugeschnittene Lösungen anbieten können. Mögliche Begriffe für eine Internetsuche sind: Radon Fachperson, Radon Spezialist, Radon Sachverständiger, Radon Fachmann, Radon Fachkraft. Auch Bausachverständige, Architekten oder Ingenieurfirmen können Ansprechpartner beim Sanieren von Bestandsgebäuden sein.

Weiterführende Informationen

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