FAQ: Radon in Gebäuden

Messen

Muss ich zu Hause Radon messen?

Antwort:

Es gibt keine gesetzliche Messpflicht für private Wohnräume. Wenn Sie jedoch wissen möchten, wie hoch die Radon-Werte zu Hause sind, müssen Sie messen.

Kann ich Radon selber messen? Wie geht das?

Antwort:

Ja, Sie können Radon leicht selber messen. Die Messgeräte nennt man Radon-Exposimeter. Das sind kleine Kunststoff-Dosen, die weder Strom noch Batterien brauchen. Es ist sinnvoll, wenn Sie Radon-Exposimeter mit gesicherter Qualität verwenden. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) führt eine Liste mit geprüften Anbietern:

Wo messe ich Radon?

Antwort:

Sie sollten in Schlaf- und Wohnräumen im Keller- und Erdgeschoss messen. Für jeden Raum benötigen Sie ein eigenes Radon-Exposimeter.

Gibt es eine Radonkarte, auf der ich sehen kann, ob mein Haus betroffen ist?

Antwort:

Nein, es gibt keine Radonkarte, die die Radon-Werte einzelner Häuser zeigt. Die bestehenden Radon-Karten geben an, wie viel Radon in der Bodenluft vorhanden ist. Daraus können Sie also nicht ablesen, ob Ihre Gemeinde oder Ihr Haus von erhöhten Radon-Werten betroffen ist. Klarheit schafft nur eine Messung.

Recht

Wie bewerte ich Messergebnisse?

Antwort:

Es gibt einen gesetzlich festgelegten Referenzwert: Er ist ein Jahresmittelwert und beträgt 300 Becquerel pro Kubikmeter Luft (Bq/m3). Dieser Wert dient Ihnen als Anhaltspunkt, damit Sie Ihre Messergebnisse einordnen und bei einer Überschreitung passende Maßnahmen planen (lassen) können.

Gib es rechtliche Regelungen zu Radon?

Antwort:

Ja, im Strahlenschutzgesetz gibt es rechtliche Regelungen zu Radon. Die Regelungen zu Radon gelten ab dem 31.12.2018. Das Strahlenschutzgesetz können Sie im Internet nachlesen:

Bauen und Sanieren

Was muss ich tun, wenn ich zu Hause erhöhte Radon-Werte gemessen habe?

Antwort:

Liegen Ihre gemessenen Radon-Werte im Jahresmittel oberhalb des gesetzlichen Referenzwertes von 300 Becquerel pro Kubikmeter Luft (Bq/m3) sollten Sie prüfen (lassen), mit welchen Maßnahmen Sie die Radon-Werte senken können.

Wird der Referenzwert nur wenig überschritten, helfen häufig schon einfache Maßnahmen wie regelmäßiges Stoßlüften. Es ist sinnvoll, sich beraten zu lassen, wenn der Referenzwert deutlich überschritten wird oder wenn Sie sich bei der Bewertung der Messergebnisse unsicher sind.

Ich plane gerade ein Haus. Gibt es einen Radonschutz dafür?

Antwort:

Ja, Sie können auf verschiedene Weise verhindern, dass Radon in Ihr Haus eindringt. Welche Maßnahme am besten geeignet ist, wissen Fachleute. Eine ausführliche Planungshilfe für Radon-Schutzmaßnahmen finden Sie beim sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft:

Was kostet Radonschutz für mein Haus?

Antwort:

Wie viel der Radonschutz für Ihr Haus kostet, hängt davon ab, welche Maßnahmen Sie wählen. Generell gilt, dass es bei Neubauten günstiger ist, den Radonschutz gleich mit zu planen und umzusetzen, als nachträglich einzubauen.

Gibt es Fachleute, die mich unterstützen können?

Antwort:

Ja, in Bayern gibt es zum Beispiel mehr als 50 Radon-Fachpersonen, die Sie rund um das Thema Radon in Gebäuden beraten, Radon messen und Radon-Sanierungen planen und begleiten.

Gesundheit

Wie wirkt Radon auf den Menschen?

Antwort:

Radon wird mit der Luft eingeatmet und zum größten Teil wieder ausgeatmet. Gesundheitlich relevant ist nicht das Radon selbst, sondern seine radioaktiven Zerfallsprodukte. Sie senden energiereiche, radioaktive Strahlung aus, die langfristig das Lungengewebe schädigen und Lungenkrebs begünstigen kann.