Radon messen in Wohnräumen und an Arbeitsplätzen

Die Höhe der Radonkonzentration in Innenräumen kann sehr unterschiedlich sein, unabhängig davon, wie viel natürliches Radon im Untergrund vorkommt. Im Mittel beträgt die Radonkonzentration in Innenräumen in Deutschland 50 Becquerel pro Kubikmeter Luft (Bq/m3). Dabei reichen die Messwerte von wenigen Becquerel bis zu einigen Tausend Becquerel pro Kubikmeter Luft. Nur eine Messung schafft Gewissheit.

Mit Exposimetern einfach und zuverlässig messen

Schwarze, runde Kunststoffdose mit Detektor, insgesamt nur wenig größer als eine Ein-Euro-Münze. Geöffnetes Exposimeter

Radon in Innenräumen kann einfach, zuverlässig und kostengünstig gemessen werden. In der Regel erfolgt dies mit passiven Messgeräten, sogenannten Exposimetern. Diese Messgeräte sind klein und handlich, sie strahlen nicht und sind ungiftig. Ein Exposimeter kostet etwa zwischen 30 und 50 Euro.

Anerkannten Stellen bieten qualitätsgesicherte Messungen an:


Wohnräume: Schritt für Schritt zum Messergebnis

Für Wohnräume besteht keine gesetzliche Messpflicht. Dennoch sind Messungen stets zu empfehlen, denn nur diese schaffen Gewissheit. Dabei ist folgendes Vorgehen ratsam:

Messung planen

Um die Radonkonzentration zu messen, sollten Exposimeter in mindestens zwei häufig genutzten Räumen, am besten im untersten Wohngeschoss, aufgestellt werden. Wenn auch im Kellergeschoss Räume liegen, die häufig genutzt werden, wie Büro oder Hobbyraum, sollte dort zusätzlich gemessen werden. Diese Anzahl Exposimeter sollte bei einer anerkannten Stelle bestellt werden.

Exposimeter auspacken

Nachdem die Exposimeter angekommen sind, müssen sie zum Messen aus den Verpackungen genommen werden. Die Verpackungen sind ideal für den Rückversand.

Exposimeter auslegen

Die Exposimeter sollten

  • nicht direkt an Türen und Fenstern liegen,
  • frei von Zugluft sein,
  • nicht direkt an der Wand liegen, mindestens 10 cm Abstand,
  • nicht direkt in der Sonne oder nahe an der Heizung liegen,
  • ungefähr in Atemhöhe sein.

Protokoll ausfüllen

Anfangs- und Enddatum der Messung sind für die Auswertung der Exposimeter besonders wichtig. Deshalb müssen die mitgelieferten Protokolle gewissenhaft ausgefüllt werden.

Messzeitraum einhalten

Ideal ist eine Messung über zwölf Monate. In der Praxis ist das manchmal nicht möglich. Folgende Mindestanforderungen müssen jedoch eingehalten werden, damit das Ergebnis aussagekräftig ist:

  • Man sollte mindestens sechs Monate messen.
  • Der Messzeitraum sollte mindestens zur Hälfte im Winterhalbjahr liegen, circa 15. Oktober bis 15. April.

Während der Messung müssen die Exposimeter immer am selben Ort bleiben. Die Wohnung kann wie gewohnt genutzt und gelüftet werden.

Exposimeter verpacken und zurückschicken

Die Exposimeter müssen zusammen mit den vollständig ausgefüllten Protokollen zurück an die anerkannte Stelle geschickt werden. Für den Rückversand eignen sich am besten die Originalverpackungen.

Messergebnis einordnen

Das Ergebnis wird nach wenigen Wochen per Post zurückgeschickt. Liegt das Messergebnis über dem Referenzwert von 300 Bq/m3, sollten geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die Radonkonzentration zu senken. Wird der Referenzwert nur gering überschritten, können oftmals einfache Maßnahmen, die Radonkonzentration senken.

Wird der Referenzwert deutlich überschritten oder wird Unterstützung gewünscht, können Spezialisten herangezogen werden, die auf den jeweiligen Fall zugeschnittene Lösungen anbieten können. Dies können beispielsweise Radon-Fachpersonen sein.

Arbeitsplätze: Schritt für Schritt zum Messergebnis

In Radon-Vorsorgegebieten ist der Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet, die Radonkonzentration an allen Arbeitsplätzen im Erd- und Kellergeschoss zu messen. Außerhalb von Radon-Vorsorgegebieten sind Messungen freiwillig, jedoch stets empfehlenswert.

Messung planen

Zuerst muss festgestellt werden, wie viele Exposimeter für die Messung von einer anerkannten Stelle bezogen werden müssen.

Dafür muss die Anzahl der Räume im Erd- und Kellergeschoss mit mindestens einem Arbeitsplatz festgestellt werden. In der Regel genügt ein Exposimeter pro Raum. Bei sehr großen Räumen können auch mehrere Exposimeter notwendig sein.

Exposimeter auspacken

Nachdem die Exposimeter angekommen sind, müssen sie zum Messen aus den Verpackungen genommen werden. Die Verpackungen sind ideal für den Rückversand.

Exposimeter auslegen

Die Exposimeter sollten

  • nicht direkt an Türen und Fenstern liegen,
  • frei von Zugluft sein,
  • nicht direkt an der Wand liegen, mindestens 10 cm Abstand,
  • nicht direkt in der Sonne oder nahe an der Heizung liegen,
  • ungefähr in Atemhöhe sein.
  • Bei Räumen mit Durchgangsverkehr können Exposimeter befestigt werden, beispielsweise mit Kabelbinder.

Da in größeren Betrieben auch mehrere Exposimeter aufgestellt werden müssen, empfiehlt es sich, hierfür eine verantwortliche Person zu benennen. Daneben hat sich bewährt, Fotos von den Aufstellorten zu machen, damit die Exposimeter nach dem Messzeitraum wiedergefunden werden. Es ist auch hilfreich, Arbeitnehmer oder externe Personen, wie Reinigungspersonal, auf die Messung aufmerksam zu machen.

Protokoll ausfüllen

Anfangs- und Enddatum der Messung sind für die Auswertung der Exposimeter besonders wichtig. Deshalb müssen die mitgelieferten Protokolle gewissenhaft ausgefüllt werden.

Messzeitraum einhalten

Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Messung über zwölf Monate. Während der Messung müssen die Exposimeter immer am selben Ort bleiben. Der Arbeitsplatz kann wie gewohnt genutzt und gelüftet werden.

Exposimeter verpacken und zurückschicken

Die Exposimeter müssen zusammen mit den vollständig ausgefüllten Protokollen zurück an die anerkannte Stelle geschickt werden. Für den Rückversand eignen sich am besten die Originalverpackungen.

Messergebnis einordnen

Das Ergebnis wird nach wenigen Wochen per Post zurückgeschickt. Liegt das Messergebnis über dem Referenzwert von 300 Bq/m3, sollten geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die Radonkonzentration zu senken. Wird der Referenzwert nur gering überschritten, können oftmals einfache Maßnahmen die Radonkonzentration senken.
Wird der Referenzwert deutlich überschritten oder wird Unterstützung gewünscht, können Spezialisten herangezogen werden, die auf den jeweiligen Fall zugeschnittene Lösungen anbieten können. Dies können beispielsweise Radon-Fachpersonen sein.

Messen der Radonexposition in angemeldeten Betrieben

Bei Arbeitsplätzen in angemeldeten Betrieben muss die Radonexposition, der ein einzelner Beschäftigter ausgesetzt ist, mit geeigneten Messungen erfasst werden. Dabei müssen nachfolgende Anforderungen beachtet werden:

Die Messgeräte müssen

  • für die Abschätzung der Radonexposition bei einer anerkannten Stelle und
  • im beruflichen Strahlenschutz bei einer bestimmten Messstelle bestellen werden.

Mit den Messgeräten, sogenannten Exposimetern, werden personengebundene Messungen der Radonexposition durchgeführt. Die personengebundenen Exposimeter befestigen die Beschäftigten während ihrer Arbeitszeit sichtbar an der Kleidung.

Für die Abschätzung der Radonexposition wird drei Monate gemessen. In untertägigen Bergwerken, Besucherbergwerken, Schächten und Höhlen wird sechs Monate gemessen.

Im beruflichen Strahlenschutz bezieht sich die Radonexposition auf das Kalenderjahr. Deshalb muss das Exposimeter quartalsweise gewechselt werden. Über das Kalenderjahr ergeben sich vier Messzeiträume:

  • 1. Quartal: Januar bis März,
  • 2. Quartal: April bis Juni,
  • 3. Quartal: Juli bis September und
  • 4. Quartal: Oktober bis Dezember.

Die personengebundenen Exposimeter werden an jedem Arbeitstag getragen.

Exposimeter lassen sich nicht an- oder abschalten. Daher müssen personengebundene Messungen korrigiert werden. Hierfür werden die personengebundenen Exposimeter außerhalb der Arbeitszeit neben einem weiteren Exposimeter, einem sogenannten Referenzexposimeter, an einem Ort mit niedriger Radonkonzentration aufbewahrt. Dazu eignet sich zum Beispiel ein Briefkasten oder ein anderer geschützter Bereich im Freien. Alternativ können personengebundene Exposimeter außerhalb der Arbeitszeit in speziellen Exposimeterboxen gelagert werden.

Weiterführende Informationen

Links

Dokumente