Radon in Gebäuden

Natürlicher Radioaktivität sind wir seit jeher ausgesetzt: zum einen der kosmischen Höhenstrahlung, zum anderen der natürlichen Strahlung radioaktiver Stoffe in Böden und Gesteinen, in Atemluft und Nahrung. Hier spielt vor allem Radon eine Rolle.

Radon – was ist das?

Grafik zu möglichen Eintrittsstellen für Radon in Gebäude, wie Risse im Fundament und undichte Rohrdurchführungen sowie die Ausbreitungswege für Radon im Gebäude.Bild vergrössern Radon dringt aus dem Untergrund über undichte Stellen im Fundament in Gebäude ein

Radon ist ein radioaktives Edelgas, das überall vorkommt. Man kann es weder sehen, riechen noch schmecken. Es ist ein radioaktives Zerfallsprodukt von Uran, das natürlich im Boden vorkommt.

Da Radon ein Gas ist, kann es leicht aus Gesteinen und Böden entweichen und sich mit der Bodenluft oder gelöst in Wasser ausbreiten.

Gebäude: Lage, Zustand und Abdichtung sind wichtig

Im Freien ist die Radonkonzentration in der Luft gering. In Gebäuden kann sie jedoch deutlich höher sein. Da wir uns den größten Teil des Tages in Innenräumen aufhalten, ist es sinnvoll, die Radonkonzentration zu bestimmen. Viele Faktoren beeinflussen die Radonkonzentration in Innenräumen:

  • Vom Untergrund unter dem Gebäude hängt es ab, wie viel Radon zur Verfügung steht, das ins Gebäude eintreten kann: Die geologische Beschaffenheit des Untergrundes und seine Durchlässigkeit bestimmen die Höhe der Radonkonzentration in der Bodenluft.
  • Vom baulichen Zustand des Gebäudes hängt ab, wie viel Radon eindringen kann. Über Spalten und Risse im Fundament sowie entlang von Kabel- und Rohrdurchführungen kann radonhaltige Bodenluft in das Gebäude gelangen.
  • Von der Dichtigkeit des Gebäudes hängt ab, wieviel Radon aus dem Gebäude entweichen kann. So können die Konzentrationen in der Raumluft nach dem Einbau dichter Türen und Fenster oder Abdichtungen der Fassade zum Teil erheblich ansteigen, sofern Radon in das Haus eindringen kann. Dies ist bei der energetischen Sanierung zu beachten.