Analysemethoden

Für den Nachweis und die Analyse von Proben, die Mikroplastik enthalten stehen dem LfU am Standort Wielenbach verschiedene Methoden zur Verfügung. Je nach Fragestellung kommen Fluoreszenzmikroskopie, FT-IR-Mikroskopie oder REM/EDX-Analyse zum Einsatz.

Rein optische Verfahren, wie die Fluoreszenzmikroskopie erlauben eine sehr schnelle und relativ kostengünstig Analyse. Sie sind daher gut für Screening-Verfahren oder einfache Martrices wie zum Beispiel Wasser geeignet. Allerdings hierbei keine eindeutige Identifizierung der einzelnen Kunststoffsorten möglich und auch falsch positive Ergebnisse können entstehen, da Fluoreszenz beziehungsweise die Abfärbung mit Farbstoffen nicht spezifisch möglich ist.

Spektroskopische Methoden liefern Informationen über die chemische Zusammensetzung beziehungsweise ein "Fingerabdruck-Spektrum" der einzelnen Mikroplastikpartikel. Damit ist eine verlässliche Identifizierung der Partikel möglich, die damit gut von natürlichen Substanzen wie Zellulose oder Quarz unterschieden werden können. Allerdings erfordern spektroskopische Methoden in der Regel eine aufwändige Aufbereitung der Proben und die Analyse selbst ist sehr zeitintensiv.