Melden von Artbeobachtungen

Gesicherte, nach einheitlich geltenden Standards erfasste Arterhebungen sind der Grundstock für viele ökologische Fragestellungen. Gemeldete Artnachweise innerhalb Bayerns werden in einer zentralen Datenbank verwaltet.

Das LfU stellt ein Eingabeprogramm zur Verfügung, das für alle vertraglich verpflichteten Erhebungen für Naturschutzprojekte, verschiedene staatliche Vorhaben oder als Auflage von Ausnahmegenehmigungen zum Fang gefährdeter Arten in Bayern verwendet werden muss. Auch ehrenamtlich tätigen Personen stehen die Eingabemöglichkeiten kostenfrei zur Verfügung.

Eine einheitliche Datensammlung ist wichtig, um die Daten auch vielseitiger auswertbar zu machen. Ab sofort ist Karla.Natur die neue Arterfassung der bayerischen Naturschutzverwaltung.

Wenn Sie nur wenige Fundorte oder Beobachtungen melden wollen, so ist eine Datenlieferung auch in analoger Form mittels Erhebungsbögen möglich (siehe "Einzelfunde mit Beobachtungsbogen melden").

Benötigte Informationen

Kerninformationen einer Artmeldung sind: Was? Wo? Wann? Wie? Wer?

Was?: welche Art? Wie viele Individuen?

Wann?: möglichst genaue Datumsangabe bzw. Beobachtungszeitraum

Wie?: Nachweismethode, Art der Bestimmung oder Beobachtung

Wer?: Erfasser/Bestimmter/Melder

Darüber hinaus können weitere Angaben, je nach Artgruppe, zusätzlich zwingend von Nöten sein, wie z.B. eine Statusangabe (brütend/nicht brütend). Methodische Standards zur sicheren Artansprache sind je nach Artgruppe z.T. sehr verschieden. Bitte melden Sie nur Beobachtungen mit sicherer Artbestimmung.

Welche Daten sollten gemeldet werden?

Besonders relevant sind Artvorkommen von naturschutzfachlich bedeutsamen Arten. Dazu gehören: Rote Liste-Arten, landkreisbedeutsame Arten nach Arten- und Biotopschutzprogramm (ABSP), endemische Arten, regional seltene Arten, Vorkommen an Verbreitungsgrenzen, invasive Arten mit besonderer Relevanz, Arten in Ausbreitung oder mit starkem Rückgang (Klimagewinner oder Klimaverlierer). Das LfU stellt eine umfassende taxonomische Referenzliste zur Verfügung. Diese basiert auf vorhandenen, bekannten Checklisten und Roten Listen und wird – soweit möglich – laufend aktuell gehalten. Auswahlmöglichkeiten zur Arteingabe (Nachweismethoden, Statusangaben etc.) finden sich im Hinweis-Dokument zur Eingabe bzw. Datenmeldung mittels Erhebungsbogen für die Eingabe in Karla.Natur.

Einzelfunde mit Beobachtungsbogen melden

Kleinere Datenmengen (wenige Fundorte, Einzelbeobachtungen) bitten wir mittels Meldebogen per Post oder E-Mail an das LfU zu senden (LfU, Referat 51; karla.natur@lfu.bayern.de). Der Meldebogen kann als PDF-Version mit separaten Erläuterungen heruntergeladen werden: