Die nachfolgenden Auswertungen beinhalten ausschließlich die Klärschlämme aus kommunalen Kläranlagen. Alle Mengenangaben beziehen sich auf 100 % Trockenmasse (TM).

2024 fielen bei der Aufbereitung von kommunalem Abwasser 256.596 t TM an. Die spezifische Klärschlammmenge ist gegenüber dem Vorjahr um 1,5 % gestiegen und lag bei 19,4 kg pro Einwohner.

Die spezifische Klärschlammmenge ist eine rechnerische Größe aus Anfall bezogen auf die Trockenmasse und Einwohnerzahl. Durch eine verbesserte Datenerfassung und -kontrolle konnte im Berichtsjahr Fehleingabe korrigiert werden, wodurch es zu einem Rückgang der Klärschlammmenge kam.

Der bedeutendste Entsorgungsweg für Klärschlämme aus Bayern ist die thermische Behandlung oder energetische Verwertung des Klärschlamms. Im Bilanzjahr wurden 87,5 % der Gesamtmenge an Klärschlammverbrennungsanlagen, Müllheizkraftwerken oder thermischen Produktionsanlagen angeliefert.

Gegenüber dem Vorjahr ist der Anteil des Klärschlamms, der außerhalb Bayerns verwertet wurde, leicht gestiegen. Im Bilanzjahr wurden 27,3 % (Vorjahr: 28,6 %) des Klärschlamms außerhalb Bayerns verwertet. Von den innerhalb Bayerns entsorgten 186.469 t TM wurden 91,5 % energetisch verwertet oder thermisch behandelt. Ein Anteil von knapp 8 % wurde landwirtschaftlich verwertet. Lediglich ein kleiner Anteil wurde in der Rekultivierung oder im Landschaftsbau eingesetzt.

Im Einzelnen erfolgte die Verwertung über folgende Wege:

  • landwirtschaftliche Verwertung: 7,6 % (7,4 % im Vorjahr)
  • Rekultivierung/Landschaftsbau: 4,9 % (4,6 % im Vorjahr)
  • thermische Behandlung: 87,5 % (88 % im Vorjahr)