Die großen Seen Bayerns liegen südlich der Donau und meist sind Teile des Einzugsgebietes alpin geprägt. So zeigt sich hier eine Parallele zu der Abflussentwicklung an den Fließgewässern im Alpenbereich und dem alpinen Vorland.
Jahresentwicklung der Wasserstände
Für die bayerischen Seen wird der Jahresgang der Wasserstände am Beispiel des Pegels Stock/Chiemsee in Tageswerten (Abbildung 1) und in Monatswerten im Vergleich zu langjährigen Werten (Abbildung 2) dargestellt und im Text monatsweise beschrieben.
Abbildung 1: Wasserstandentwicklung Pegel Stock/Chiemsee im Berichtsjahr 2024 (Darstellung Tagesmittelwerte mit Tagesminima und Tagesmaxima). Zusätzlich sind als Linien MW (mittlerer Wasserstand), HW (höchster Wasserstand) und NW (niedrigster Tageswasserstand) eingeblendet
Abbildung 2: Wasserstand am Pegel Stock/Chiemsee – Gegenüberstellung Monatsmittelwerte 2025 (dunkelblau) und langjährige Monatsmittelwerte (hellblau) der Jahre 1971 bis 2000 (Rohdaten)Der mittlere jährliche Wasserstand 2025 des Chiemsee liegt 13 cm unter dem langjährigen Mittelwert. Im Vergleich zu dem typischen Jahresverlauf der Wasserstände mit den niedrigsten Werten in den Wintermonaten und den höchsten im Spätfrühling/Frühsommer bleiben im Jahr 2025 insbesondere die typischen Anstiege in den Monaten März bis Mai fast vollständig aus. Erst die Zuflüsse im Juli erhöhen den Seewasserstand wieder deutlich über den Mittelwasserstand. Bis zum Ende des hydrologischen Jahres sinkt der Seewasserstand wieder leicht unterhalb des langjährigen Mittels ab.
