In Bayern stehen durch die 27 staatlichen Wasserspeicher (25 Talsperren und Hochwasserrückhaltebecken sowie zwei gesteuerte Flutpolder) rund 160 Millionen Kubikmeter Hochwasserrückhalteraum zur Verfügung. Für die Niedrigwasseraufhöhung stehen insgesamt 180 Millionen Kubikmeter bereit.

Über das hydrologische Jahr 2025 gesehen, erfüllten die staatlichen Wasserspeicher ihre Aufgaben zur Trinkwasserversorgung, Niedrigwasseraufhöhung und zum Hochwasserschutz uneingeschränkt. Eine Ausnahme stellte die Niedrigwasseraufhöhung durch die Trinkwassertalsperre Mauthaus dar, welche aufgrund umfangreicher Sanierungsmaßnahmen in 2025 nicht erfolgen konnte.

Die Staatlichen Wasserspeicher sind auf eine langfristige Wasserhaltung und -abgabe ausgelegt.

Der Rothsee wurde im Winter 2024/25 wieder erneut um 5 m abgestaut, um das übermäßige Muschelwachstum einzuschränken. Nach Abschluss der Maßnahme lag Ende Dezember 2024 am Rothsee wieder Regelbetrieb vor.

Der Große Brombachsee wurde im Winter 2024/25, wie in den vergangenen Jahren, abgesenkt, damit Winterhochwasserereignisse gespeichert werden können. Aufgrund der langanhaltenden Trockenheit konnte der planmäßige Wiederaufstau auf das Stauziel dieses Jahr nicht erreicht werden. Die Niedrigwasseraufhöhung für das Maingebiet war davon nicht beeinflusst.

Im Sommer 2025 wurde für ungefähr eine Woche am Donaupegel KehlheimKelheim/Winzer ein Abfluss von 140 m3/s, der das Grenzkriterium für eine Überleitung aus der Donau darstellt, unterschritten. Deshalb wurde vom 30.6. – 7.7.2025 die Niedrigwasseraufhöhung für das Main-Einzugsgebiet über Abgaben aus dem Großen Brombachsee und dem Rothsee gewährleistet.

Am Eixendorfer See konnte der neu errichtete Entnahmeturm im Sommer 2025 in den technischen Probebetrieb, ohne Schichtung des Sees, genommen werden. Die Niedrigwasseraufhöhung erfolgte in Abstimmung mit diesem technischen Probebetrieb.

Am Rottachsee musste der Stauwasserspiegel im Frühjahr aufgrund von erforderlichen Ausbaggerungen um 2,5 m abgesenkt werden. Nach Abschluss der Arbeiten wurde der Rottachsee wieder auf das Stauziel aufgestaut.

Die Füllstände der beiden Trinkwassertalsperren Frauenau und Mauthaus sind im vergangenen hydrologischen Jahr aufgrund geringer Niederschläge stark gesunken. Die Rohwasserversorgung konnte jederzeit gewährleistet werden. Seit Mitte Oktober ist ein deutlicher Anstieg des Stauwasserspiegels in beiden Trinkwassertalsperren zu verzeichnen.

Aktuelle Situation:

Die Betriebsräume der insgesamt elf staatlichen Wasserspeicher mit der Funktion Niedrigwasseraufhöhung waren Anfang November 2025 zu 53 bis 100 % gefüllt, siehe Abbildung 1. Diese Volumina können für die Niedrigwasseraufhöhung in Anspruch genommen werden.

Am Überleitungssystem Donau-Main liegt Anfang November 2025 Regelbetrieb vor. Das Überleitungssystem Donau-Main versorgt somit derzeit über den Main-Donau-Kanal unter Mitwirkung des Rothsees das Maingebiet mit Donauwasser.

An der im Nordosten Bayerns gelegenen Trinkwassertalsperre Mauthaus werden umfangreiche Sanierungsmaßnahmen fortgeführt. Niedrigwasseraufhöhung kann aktuell nicht erfolgen und ist deshalb in Abbildung 1¬ grau hinterlegt. Die Funktionen Trinkwasserversorgung und Hochwasserschutz erfolgen uneingeschränkt.

Die Betriebsräume der Trinkwassertalsperren Mauthaus und Frauenau waren Anfang November 2025 mit rund 38 beziehungsweise 58 % ausreichend gefüllt und können uneingeschränkt zur Wasserlieferung an die Fernwasserversorger herangezogen werden.