Nitratvermeidung im Alltag? Denkanstöße und Ideen

Gemüsefoto mit Brokkoli, hellen und roten Kartoffeln, grünem Spargel, Gurke und Salat. Viel Gemüse mit etwas hochwertigem Fleisch und Käse als Würze – eine eher mediterrane Küche also – erlaubt vielfältige, gesunde Gerichte.
Eine Frau schiebt mit einer Gabel Essensreste von einem Teller. Weniger Lebensmittel wegzuwerfen ist ein sehr einfacher Weg zu mehr Umweltschutz.
Ein Gemüseverkäufer reicht jemandem eine Tüte mit Einkäufen. Der Kauf regionaler Produkte hilft ebenfalls, denn vor allem bei der Direktvermarktung verdienen die landwirtschaftlichen Betriebe besser und können umweltfreundlichere, aber teurere Verfahren anwenden.

Als Verbraucherinnen und Verbraucher können wir Nitrateinträge in das Grundwasser nicht direkt verhindern, aber indirekt, indem wir Lebensmittel kaufen, die mit möglichst wenig Düngemitteln produziert wurden. Das lohnt sich mehr als man denkt, zumal auch benachbarte Ökosysteme und das Klima davon profitieren.

Ein wesentlicher Schritt in Richtung Grundwasserschutz ist es, die Kaufentscheidung sorgfältig zu treffen. Empfehlenswert sind Produkte von zertifizierten Öko-Betrieben und vor allem Fleisch und Milchprodukte von extensiv gehaltenen Weidetieren. Es wäre ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz den Konsum tierischer Produkte zu Gunsten von Getreide, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse zu vermindern. Nicht nur bei Lebensmitteln, sondern auch bei anderen landwirtschaftlichen Produkten sollte man auf Nachhaltigkeit achten. Ein Beispiel sind Christbäume, die es auch mit Zertifikat gibt.

Ein weiterer Schritt ist das Vermeiden von Lebensmittelabfällen, denn auch zu viel gekaufte und verdorbene Lebensmittel wurden mit großem Aufwand produziert. Auch wer nur noch die "Filetstücke" kauft, produziert Lebensmittelabfälle, wenn auch nur indirekt.

Natürlich kosten Bioprodukte etwas mehr. Denn damit bezahlen wir nicht nur die Produkte, sondern auch die grundwasser- und umweltschonende, aber aufwendigere und damit teurere Erzeugung. Zur Nachhaltigkeit gehört neben ökologischen und regionalen Aspekten eben auch ein fairer Preis, der alle Produktions- und Umweltkosten deckt. In Bayern gibt es viele Gelegenheiten, die regionale biologische Landwirtschaft zu unterstützen, zum Beispiel Hofläden und Wochenmärkte, regionale Vermarktungssiegel und die solidarische Landwirtschaft.