Monitoring von Wölfen

Aufnahme von einem Wolf im Gelände Bild vergrössern Wolfsnachweis im Nationalpark Bayerischer Wald, 2017 (Bildnachweis: Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald)

Hinweise auf Wölfe werden nach den sogenannten SCALP-Kriterien bewertet.

Die SCALP-Kriterien wurden als Grundlage für ein standardisiertes Monitoring von einer alpenweiten Expertengruppe ausgearbeitet und werden laufend fachlich weiterentwickelt. Die Abkürzung steht für "Status and Conservation of the Alpine Lynx Population". Die Methodik wird europaweit für das Monitoring der großen Beutegreifer verwendet. Dabei werden Meldungen nach ihrer Überprüfbarkeit kategorisiert:

  • C1: Fakten, Nachweise ("hard facts"): Lebendfang, Totfund, genetischer Nachweis, Bildmaterial, Telemetrieortung
  • C2: Bestätigte Hinweise ("soft facts – confirmed"): durch eine erfahrene Person bestätigte Ereignisse wie Riss oder Spur
  • C3: Nicht bestätigte Hinweise ("soft facts – unconfirmed"): Ereignisse, die nicht überprüft wurden bzw. in der Regel nicht überprüfbar sind (zum Beispiel Sichtungen ohne Bildmaterial, Rufe)

Nicht immer können Hinweise abschließend beurteilt werden. Solch nicht bestätigte Hinweise (C3) und auch widerlegte Hinweise werden nicht in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt.

Wolfsnachweise (C1) ergeben sich in der Regel aus genetischen Analysen, etwa von Speichel- oder Losungsproben, oder aus Bildmaterial mit ausreichender Qualität. Die folgende Tabelle fasst die Einzelnachweise des aktuellen Monitoringjahres zusammen. Ein Monitoringjahr beginnt mit dem 01. Mai und endet mit dem 30. April des Folgejahres.
Einzelnachweise früherer Monitoringjahre finden Sie im Anschluss an die Tabelle der Einzelnachweise des aktuellen Monitoringjahres zum Herunterladen.

C1-Nachweise zu Wölfen in Bayern

Ohne Nachweise in Gebieten standorttreuer Wölfe.

Einzelnachweise ab 01.05.2022 (Monitoringjahr 2022/2023)

Datum Landkreis Hinweisart Geschlecht Herkunft Individuum Bemerkung
18.11.2022 Bayreuth Genetik (Totfund) Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe
06.11.2022 Wunsiedel i.Fichtelgebirge Foto Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe
01.11.2022 Weilheim-Schongau Genetik (Rissabstrich Nutztier) Keine Angabe Zentraleuropäische Population Keine Angabe Probenqualität für Individualisierung nicht ausreichend
28.10.2022 Neustadt a.d.Waldnaab Foto Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe
25.10.2022 Eichstätt Genetik (Rissabstrich Nutztier) männlich Zentraleuropäische Population GW2977m Elternrudel Bad Belzig in Brandenburg
20.10.2022 Eichstätt Genetik (Rissabstrich Wildtier) weiblich Zentraleuropäische Population GW2976f Nachkomme des Manteler Forst Rudels
12.10.2022 Tirschenreuth Genetik (Rissabstrich Nutztier) männlich Zentraleuropäische Population GW2978m
03.10.2022 Berchtesgadener Land Genetik (Rissabstrich Wildtier) männlich Zentraleuropäische Population GW2953m Elternrudel Eschede/Rheinmetall in Niedersachsen
28.09.2022 Ostallgäu Genetik (Rissabstrich Wildtier) männlich Dinarische Population GW2906m
26.09.2022 Weilheim-Schongau Foto Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe
23.09.2022 Garmisch-Partenkirchen Foto Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe Foto mit zwei Wölfen
11.09.2022 Eichstätt Foto Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe
10.09.2022 Garmisch-Partenkirchen Foto Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe
02.09.2022 Regensburg Foto Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe
29.08.2022 Neuburg-Schrobenhausen Foto Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe
21.08.2022 Garmisch-Partenkirchen Genetik (Rissabstrich Nutztier) Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe Probenqualität für Individualisierung nicht ausreichend
17.08.2022 Garmisch-Partenkirchen Genetik (Rissabstrich Nutztier) männlich Dinarische Population GW2906m
12.08.2022 Garmisch-Partenkirchen Genetik (Rissabstrich Nutztier) Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe Probenqualität für Individualisierung nicht ausreichend
10.08.2022 Garmisch-Partenkirchen Foto Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe
26.06.2022 Eichstätt Genetik (Losung) Keine Angabe Zentraleuropäische Population Keine Angabe Probenqualität für Individualisierung nicht ausreichend
26.06.2022 Eichstätt Genetik (Losung) weiblich Zentraleuropäische Population Keine Angabe Probenqualität für Individualisierung nicht ausreichend
24.06.2022 Landsberg am Lech Foto Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe
23.06.2022 Landsberg am Lech Foto Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe
12.06.2022 Berchtesgadener Land Genetik (Totfund) männlich Alpenpopulation GW2699m Elternrudel unbekannt
25.05.2022 Neustadt a.d.Waldnaab Genetik (Rissabstrich Nutztier) Keine Angabe Zentraleuropäische Population Keine Angabe Probenqualität für Individualisierung nicht ausreichend
21.05.2022 Weiden i.d.OPf Genetik (Rissabstrich Nutztier) Keine Angabe Zentraleuropäische Population Keine Angabe Probenqualität für Individualisierung nicht ausreichend; Totgeburt, nach dem Tod befressen
19.05.2022 Neustadt a.d.Waldnaab Genetik (Rissabstrich Nutztier) männlich Zentraleuropäische Population GW2631m Elternrudel unbekannt
17.05.2022 Bayreuth Foto Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe
14.05.2022 Haßberge Foto Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe
14.05.2022 Bayreuth Foto Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe
12.05.2022 Neustadt a.d.Waldnaab Genetik (Rissabstrich Nutztier) männlich Zentraleuropäische Population GW2631m Elternrudel unbekannt
04.05.2022 Neustadt a.d.Waldnaab Genetik (Rissabstrich Nutztier) männlich Zentraleuropäische Population GW2631m Elternrudel unbekannt
01.05.2022 Hof Foto Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe

Einzelnachweise bis zum 30.04.2022

Nachweise standorttreuer Wölfe in Bayern

In Bayern gibt es in neun Regionen standorttreue Tiere. Ein Wolf gilt als standorttreu, wenn dieser über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten nachgewiesen wird oder eine Reproduktion belegt ist. Sofern innerhalb eines Monitoringjahres in dem Gebiet keine Nachweise erfolgen, wird dieses nicht mehr in der Liste der Gebiete mit standorttreuen Wölfen geführt.

In folgenden Regionen können in Bayern standorttreue Wölfe nachgewiesen werden:

Allgäuer Alpen

grenzüberschreitendes Territorium mit Österreich

  • Nachweis (Genetik, Riss) des Rüden (GW999m) am 28.03.2022 auf österreichischer Seite
  • Bildnachweise im Juli und November 2021
  • Nachweis (Genetik, Urin) eines männlichen Wolfs (GW999m) am 07.03.2021
  • Vier Genanalysen der Monate Januar bis Mai 2020 identifizierten eindeutig den männlichen Wolf (GW999m), der bereits 2018 beidseits der Grenze nachgewiesen werden konnte, eine weitere vom Juni 2020 kann ihm wahrscheinlich zugeordnet werden. Nach Bewertung der in Bayern erhobenen Monitoringdaten und von Nachweisen im Bregenzer Wald (Österreich) ergibt sich in der Rückschau das Bild eines standorttreuen Einzeltieres.

Altmühltal

  • Bildnachweis von zwei zusammen laufenden Wölfen am 26.10.2022
  • Bildnachweis eines Wolfes vom 16.10.2022
  • Bildnachweis eines männlichen Tieres vom 10.09.2022
  • Bildnachweis vom 09.08.2022
  • Bildnachweis vom 04.07.2022
  • Regelmäßige Bildnachweise, sowie genetische Nachweise (Losung) der Fähe im Monitoringjahr 2021/2022
  • Drei Nachweise der Wölfin GW1613f (Genetik, Losung) ab 04.05.2021. Damit gilt GW1613f als standorttreu
  • Mehrere weitere Nachweise (Genetik, Losung & Genetik, Wildtier (ohne Individualisierung) im April 2021,
  • Erste Bildhinweise auf einen Wolf ab Mai 2020, erster Bildnachweis am 18.06.2020, erster genetischer Nachweis der Wölfin GW1613f (Nachkomme Veldensteiner Forst) im Landkreis Eichstätt am 18.10.2020.

Srní (Bayerischer Wald Süd)

grenzüberschreitendes Territorium mit Tschechien

  • Laufend weitere Nachweise im grenzüberschreitenden Territorium (Nationalparke Bayerischer Wald und Šumava) im Süden des Nationalparks Bayerischer Wald. Der Schwerpunkt des Rudels liegt im Nationalpark Šumava. In Tschechien wurde im August 2020 ein weiblicher Nachkomme des Rudels (GW2085f) besendert.
  • Nachweis (Genetik, Losung) der standortreuen Fähe (weiblicher Wolf, GW665f) am 01.11.2020.
  • Bildnachweis einer Fähe mit Gesäuge im Landkreis Freyung-Grafenau am 30.05.2020.
  • Nachweis (Genetik, Totfund/Verkehrsunfall) eines aus dem Rudel abgewanderten männlichen Jährlings (GW938m) im Landkreis Harburg (Niedersachsen) am 03.05.2018. Insgesamt wurden somit 4 Welpen genetisch nachgewiesen.
  • Nachweis (Genetik, Wildtier) eines aus dem Rudel abgewanderten männlichen Welpen (GW942m) nahe Ohrdruf (Thüringen) am 19.04.2018
  • Nachweis von zwei weiblichen Welpen (GW871f und GW1112f) im Rudelgebiet am 16.11.2017 und am 23.03.2018.
  • Erstmals genetische Individualisierung eines Rüden aus der Alpenpopulation (GW676m) am 01.01.2018.
  • Bildnachweis von drei Welpen vom 28.07.2017
  • Erster genetischer Nachweis eines Wolfes aus der südwestlichen Alpenpopulation (keine Geschlechtsbestimmung möglich) im Januar 2017. Es wird angenommen, dass es sich um das Männchen handelt
  • Erster genetischer Nachweis eines weiblichen Wolfes (GW665f) aus der zentraleuropäischen Tieflandpopulation am 15.12.2016
  • Foto-Nachweis von zwei Wölfen am 22.11.2016
  • Eine Auswertung der Fotos seit Mai 2015 ergab, dass es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um dasselbe männliche Tier handelt
  • Foto-Nachweise im Zeitraum von 12.01.2016 bis 03.11.2016
  • Erst-Foto-Nachweis eines Wolfes am 08.05.2015

Ruda (Bayerischer Wald Nord)

grenzüberschreitendes Territorium mit Tschechien

  • Fotofallenbild vom 22.03.2022, welches zwei Welpen und einen erwachsenen Wolf zeigt
  • Nachweise (Genetik) von drei Nachkommen (GW2634m, GW2635m, GW2636m) im Januar 2022
  • Nachweis (Genetik, Urin) eines Rüden (männlicher Wolf, GW1488m) am 07.01.2022
  • Foto-Nachweise von einem Welpen am 23.06.2021, weitere Fotos im Juli und August
  • Nachweis (Genetik, Losung) einer Fähe (weiblicher Wolf, GW871f) am 01.12.2020
  • Genetische Analysen belegen, dass ein weiblicher Nachkomme des Rudels Nationalpark Bayerischer Wald Süd aus dem Jahr 2017 (GW1112f) die Fähe eines neuen Rudels im Norden des Nationalparks ist. Fotofallenaufnahmen zeigen sowohl die Fähe als auch einen Welpen aus dem Jahr 2019. Der Schwerpunkt des Rudels liegt im Nationalpark Šumava.
  • Mehrfach genetische Nachweise zweier männlicher Wölfe – Rüde (GW1488m) und Welpe (GW1531m) – im nördlichen Teil des Nationalparks im Landkreis Regen in den Wintermonaten 2019/2020.

Manteler Forst

  • Nachweis (Genetik, Wildtierriss) des männlichen Nachkommen GW2810m am 26.09.2022
  • Nachweis (Genetik, Losung) eines männlichen Nachkommen GW2810m am 30.03.2022
  • Erneuter genetischer Nachweis (Urin) von GW2342m am 21.01.2022
  • Nachweis (Genetik, Totfund/Verkehrsunfall im Landkreis Neustadt a.d.Waldnaab) des männlichen Wolfs (GW1343m – standorttreuer Rüde) am 13.12.2021
  • Nachweis (Genetik, Totfund/Verkehrsunfall im Landkreis Neustadt a.d.Waldnaab) des männlichen Wolfs (GW2426m – Welpe aus dem Elternrudel im Manteler Forst) am 01.12.2021
  • Genetischer Nachweis eines weiteren Welpen (GW2370f), möglicherweise aus dem Jahr 2021
  • Genetischer Nachweis eines weiteren Welpen (GW2342m) am 17.07.2021, vermutlich aus dem Jahr 2020
  • Genetischer Nachweis eines vierten Welpen (GW2113f) aus dem Jahr 2020 am 25.02.2021
  • Nachweis (Genetik, Totfund/Verkehrsunfall) eines weiblichen Jungtieres (GW1844f) am 02.02.2021
  • Nachweis (Genetik, Totfund/Verkehrsunfall) eines männlichen Jungtieres (GW1952m) am 29.01.2021
  • Nachweise (Losung) des weiblichen (GW1844f) und männlichen (GW1843m) Welpen im Dezember 2020
  • Nachweis (Genetik, Wildtierriss) des weiblichen Welpen GW1844f am 17.10.2020
  • Foto-Nachweis von fünf Jungwölfen (Welpen) am 19.09.2020
  • Genetischer Nachweis (Losung) des männlichen Wolfes und eines weiblichen (GW1844f) und eines männlichen (GW1843m) Welpen am 14.09.2020
  • Foto-Nachweis einer Wölfin mit Gesäuge am 27.05.2020
  • Weitere genetische Nachweise (Losung) im Februar 2020
  • Erster genetischer Nachweis eines weiblichen (GW1062f, Elternrudel Nochten/Sachsen) und eines männlichen (GW1343m, Elternrudel Veldensteiner Forst) Wolfes aus der zentraleuropäischen Population am 30.01.2020

Grafenwöhr

  • Nachweis (Genetik, Losung) des standorttreuen Rüden (GW1799m) am 20.01.2022
  • Bildnachweise von zwei zusammenlaufenden Wölfen im Juli 2021
  • Nachweis eines männlichen Wolfes (GW1799m, Nachkomme Veldensteiner Forst) am 04.05.2020, weitere Nachweise zwischen Dezember 2020 und Februar 2021, damit gilt dieser Rüde als standorttreu
  • GW663m zuletzt am 31.01.2019 nachgewiesen, laufend weitere Nachweise der standorttreuen Fähe GW664f
  • Erster genetischer Nachweis eines weiblichen Wolfes (GW664f) aus der zentraleuropäischen Tieflandpopulation mit Elternrudel in Lehin/Brandenburg am 07.01.2017
  • Erster genetischer Nachweis eines männlichen Wolfes (GW663m) aus der zentraleuropäischen Tieflandpopulation am 31.12.2016
  • Weitere Foto-Nachweise im Zeitraum von 05.12.2016 bis 08.12.2016
  • Erst-Foto-Nachweis eines Wolfes am 05.09.2016

Veldensteiner Forst

  • Bildnachweis von insgesamt sechs Welpen am 27.07.2022
  • Fotoaufnahme von zwei Wölfen am 23.06.2022; eine Wölfin mit erkennbarem Gesäuge, somit erneuter Reproduktionsnachweis für den Standort
  • Nachweis (Genetik, Totfund/Verkehrsunfall im Landkreis Neustadt a.d.Waldnaab) des weiblichen Wolfs (GW2490f – Welpe aus dem Elternrudel im Veldensteiner Forst) am 30.01.2022
  • Nachweis (Genetik, Totfund/Verkehrsunfall im Landkreis Nürnberger Land) des weiblichen Wolfs (GW2473w – Welpe aus dem Elternrudel im Veldensteiner Forst) am 05.12.2021
  • Genetischer Nachweis (Rissabstrich Wildtier) von zwei Wölfen (GW1968f, GW702m) am 12.10.2021
  • Nachweis (Genetik, Losung) von GW1968f, ein Nachkomme der alten Fähe GW716f mit dem Rüden GW702m, am 14.09.2021
  • Nachweis zwei weiterer Welpen am 02.07.2021
  • Nachweis eines Welpen am 25.06.2021
  • Nachweis eines männlichen Jungtieres (GW2112m) aus einer Verpaarung des bekannten standorttreuen Rüden (GW702m) mit seiner Tochter (GW1344f) am 23.02.2021
  • Nachweis (Genetik, Rissabstrich Nutztier, Wildgehege: drei Rothirsche, vier Mufflons) eines männlichen Wolfes (GW702m) am 27.02.2021
  • Nachweis (Genetik, Rissabstrich Nutztier, Wildgehege: 18 Damwild) eines männlichen Wolfes (GW702m), eines weiblichen Jungtieres (GW1968f) sowie eines weiblichen, adulten Wolfes (GW1344f) am 03.03.2021
  • Nachweis (Genetik, Rissabstrich Nutztier) eines weiblichen Jungtieres (GW1968f) am 08.02.2021
  • Zwei Genetikproben (Urin und Losung), die in engem räumlichen Zusammenhang am 18.01.2021 genommen werden konnten, zeigen zwei verschiedene Tiere: Neben dem angestammten männlichen Wolf (GW702m) wurde das männliche Tier nachgewiesen, das sich 2020 auf dem Truppenübungsplatz Hohenfels niedergelassen hatte (GW1416m).
  • Foto-Nachweise von vier Jungwölfen im August 2020
  • Aus den Jahren 2018 und 2019 konnten bisher elf Welpen genetisch identifiziert werden, mindestens fünf stammen aus dem ersten Wurf. Zwei Jungtiere wurden Opfer eines Verkehrsunfalls (GW1596f bei Neu-Ulm, GW1610f bei Pressath), eines wurde im Februar 2019 im Landkreis Neustadt an der Waldnaab nachgewiesen (GW1185m) und eines hat sich im Manteler Forst angesiedelt (GW1343m). Weitere Mortalität oder Abwanderung der Nachkommen konnte bisher nicht dokumentiert werden, ist aber wahrscheinlich.
  • Foto-Nachweis einer Wölfin mit Gesäuge am 05.05.2020
  • Genetischer Nachweis für das im September tot aufgefundene Tier: Es handelt sich um den weiblichen Wolf mit der Kennung GW716f.
  • Nachweis von vier Jungwölfen sowie eines toten Wolfs im September 2019
  • Hinweis (Videoaufnahmen) auf insgesamt vier Jungwölfe im November 2018
  • Nachweis von zwei Jungwölfen im August 2018
  • Bestätigung eines Wolf-Paares im März 2018
  • Erstnachweis (Individualisierung) einer weiblichen Wölfin (GW716f) aus der zentraleuropäischen Tieflandpopulation mit Elternrudel in Babben/Brandenburg am 09.04.2017
  • Nachweis eines Wolfes aus der zentraleuropäischen Tieflandpopulation am 04.04.2017; Genetik für eine Individualisierung nicht ausreichend

Wildflecken

deutschlandweit wird dieses Territorium in Hessen gezählt

  • Regelmäßige Bildnachweise der Elterntiere und Welpen für September bis November
  • Aufnahme von 4 Welpen auf bayerischer Seite am 19.09.2022
  • Weitere Bildnachweise im Juli von den beiden Wölfen
  • Fotofallen-Aufnahme einer Wölfin mit erkennbarem Gesäuge am 22.06.2022 und somit Reproduktionsnachweis für den Standort
  • Nachweis beider Individuen (GW2552f und GW2068m) am 24.01.2022 an einer Urinprobe – damit gelten beide Tiere als Paar
  • Nachweis eines männlichen Wolfes (GW2068m) am 12.02.2022; dieses Tier wurde bereits am 01.05.2021 und am 27.01.2022 auf hessischer Seite nachgewiesen und gilt damit grenzüberschreitend als "standorttreu".
  • Nachweis eines weiblichen Wolfes (GW2552f) am 27.12.2021

Zella-Rhön

deutschlandweit wird dieses Territorium in Thüringen gezählt

  • Die Fähe GW1422f hat sich im Frühjahr 2022 offensichtlich mit einem Hund verpaart, es wurden Anfang August in Thüringen fünf schwarz gefärbte Welpen nachgewiesen. Eine Tötung des Nachwuchses ist vorgesehen. Medieninformation – Thüringer Umweltministerium
  • Die seit 2018 in der Rhön standorttreue Fähe wurde seit Februar 2020 nicht mehr nachgewiesen. Ende Oktober 2021 wurde jedoch ein anderes Weibchen an Nutztierrissen genetisch erfasst (GW1422f), das schon in Hessen (seit 2019) und Thüringen (seit 2020) bekannt ist. Damit gibt es dort jetzt ein länderübergreifendes Wolfsterritorium.
  • Letzter genetischer Nachweis von GW1069f am 28.02.2020. Nach den Monitoringstandards gilt diese Wölfin zum Stichtag 01.05.2021 nicht mehr als standorttreu, da im gesamten Monitoringjahr 2020/2021 kein Nachweis erfolgte,
  • Zweiter genetischer Nachweis von GW1069f an einem Wildtierriss vom 19.03.2019
  • Erster genetischer Nachweis eines weiblichen Wolfes aus der zentraleuropäischen Tieflandpopulation am 23.07.2018 (Individualisierung – GW1069f)
  • Zweiter Foto-Nachweis eines Wolfes am 15.07.2018
  • Erst-Foto-Nachweis eines Wolfes am 22.06.2018

Ehemalige Gebiete standorttreuer Wölfe

Die Standorttreue erlischt, wenn die entsprechenden Individuen ein gesamtes Monitoringjahr – also von Mai bis April des Folgejahres – nicht mehr nachgewiesen werden konnten.

Hohenfels

  • Genetischer Nachweis (Losung) des männlichen Wolfes GW1416m am 19.11.2020
  • Foto-Nachweis eines Wolfes am 08.06.2020
  • Erster genetischer Nachweis des männlichen Wolfes GW1416m (Elternrudel Parchen, Sachsen-Anhalt) aus der zentraleuropäischen Population auf dem Truppenübungsplatz Hohenfels am 10.05.2020. Genetische Proben vom 29.09.2019 in Thüringen und vom 02.01.2020 im Landkreis Hof konnten bereits demselben Individuum zugeordnet werden.

Mud (Odenwald)

deutschlandweit wurde dieses Territorium in Baden-Württemberg gezählt

  • Laufend weitere Nachweise in Baden-Württemberg seit Bestimmung der Standorttreue
  • Weiterer Nachweis des männlichen Tieres mit der Kennung GW1832m am 03.04.2021 in der Gemeinde Mudau (Baden-Württemberg) und in der Gemeinde Oberzent (Hessen)
    • Feststellung der Standorttreue
  • Erster genetischer Nachweis eines Wolfes aus der Alpenpopulation am 09.02.2021 im bayerischen Landkreis Miltenberg; Genetik für eine Individualisierung nicht ausreichend
  • Weitere genetische Nachweise von GW1832 in Baden-Württemberg am 24.01. und 16.02.2021
  • Erster genetischer Nachweis eines männlichen Wolfes aus der Alpenpopulation am 17.09.2020 in der Gemeinde Mudau (Baden-Württemberg), Individualisierung GW1832m

Weiterführende Informationen

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