Fischotter; Foto: Astrid Brillen - piclease

Meldung von Ankaufsflächen

Die Verwaltung von Ankaufsflächen im Ökoflächenkataster, geht aus der Begründung zur Novellierung des Bayerischen Naturschutzgesetzes zum 01.09.1998 hervor. Eine gesetzliche Regelung gibt es nicht.

"Das dringend benötigte Verzeichnis über die ökologisch bedeutsamen Flächen (Ökoflächenkataster) ist vom Landesamt zu führen. In diesem Kataster müssen Flächen mit Naturschutzzweckbestimmung flurstücksbezogen erfaßt werden, solche, auf denen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen durchgeführt werden oder die speziell für Naturschutzzwecke angekauft wurden."
(Quelle: 13. Wahlperiode des Bayerischen Landtags Drucksache 13/10535)

Die Meldung erfolgt unmittelbar durch den Bayerischen Naturschutzfonds bzw. durch die jeweils zuständige Höhere Naturschutzbehörde.

Für geförderte Ankaufsflächen ist dem LfU ein Lageplan und der Förderbescheid des Naturschutzfonds bzw. der Höheren Naturschutzbehörde zu übermitteln.

Das ÖFK verwaltet derzeit 1692 Flächen, die zur dauerhaften Sicherung des Gebiets Murnauer Moos/Staffelseemoore im Lkr. Garmisch-Partenkirchen angekauft wurden; Foto: Andreas Zehm

Erfolgt der Erwerb von Grundstücken im Rahmen von anderweitigen Förderprogrammen z.B. LIFE, so wird die Meldung von den jeweils örtlich zuständigen Naturschutzbehörden durchgeführt. Als Anlagen sind lediglich ein Lageplan und der Förderbescheid zu übermitteln.

Handelt es sich um einen Grunderwerb der durch einen Grundstückstausch erfolgte, so sind die Unterlagen zum Tauschgeschäft (z.B. Notarvertrag, Auszug aus dem Grundbuch) ergänzend zum Förderbescheid zu übermitteln.

Flächen die für Naturschutzzwecke ohne öffentliche Förderung angekauft werden, können z.B. durch die Naturschutzverbände direkt an das LfU gemeldet werden. Die Flächen von Gebietskörperschaften werden durch die örtlich zuständigen Naturschutzbehörden direkt in das ÖFK eingegeben.