Bodenmatrix

So nennen Bodenkundlerinnen und Bodenkundler die festen Bestandteile der organischen und mineralischen Bodensubstanz.

Organische Bodensubstanz

Die organische Bodensubstanz besteht aus Humus und Bodenleben. Humus ist die abgestorbene und zersetzte organische Substanz in und auf Böden.

Auf den Böden in Wald und Forst bildet der Humus mit der frischen Streu aus Laub und Nadeln gegliederte Auflagehorizonte. Der fehlt auf landwirtschaftlich genutzten Flächen meistens.

Acker mit sprießenden Pflanzenreihen Acker ohne Streu und Auflagehorizonte

Bodenleben liefert Nährstoffe

Bodenleben wie Bakterien, Pilze, Ameisen und Würmer zersetzt die organische Bodensubstanz. So werden Huminstoffe frei, die Wasser, organische Verbindungen und Metallionen binden können. Außerdem entstehen Nährstoffe für Pflanzen wie Stickstoff (N), Kalium (K+) und Natrium (Na+).

Wie viele Nährstoffe stecken in Böden?

Das messen Bodenkundlerinnen und Bodenkundler mit den Kennwerten Kationenaustauschkapazität (KAK) und Basensättigungsgrad (BS).

Mineralische Bodensubstanz

Die mineralische Bodensubstanz entsteht bei der Verwitterung des Ausgangsgesteins. Je stärker die Verwitterung, desto feiner ist die Korngröße der mineralischen Bodensubstanz.

Korngröße und Mineralien

Bodenkundlerinnen und Bodenkundler bestimmen im Gelände oder Labor immer die Korngröße der Bodenhorizonte. Denn: Die Korngröße und der Gehalt an Mineralien in der Bodenmatrix beeinflussen die Physik und Chemie in Böden. Und weil bestimmte Mineralien meist bestimmte Korngrößen liefern, lassen sich die mittleren Mineralgehalte abschätzen.

Graphik zur Verteilung nach Gewichtsanteilen in den Korngrößen Sand, Schluff und Ton. Mittlere Mineralgehalte der Korngrößen Sand, Schluff und Ton (Amelung et al. 201817: Scheffer/Schachtschabel - Lehrbuch der Bodenkunde)