Seen sind beliebte Naherholungsorte. Wassersportler und Wanderer blicken meist auf die Wasseroberfläche.
Beim Monitoring schauen wir genauer hin und hauptsächlich unter der Wasseroberfläche. Limnologische Berichte beantworten unterschiedliche Fragen: Welche Lebensgemeinschaften sind vorzufinden? Welchen trophischen und ökologischen Zustand zeigen die pflanzlichen und tierischen Gewässerorganismen im See an?
Für die großen bayerischen Seen mit einer Wasserfläche größer 50 ha besteht Berichtspflicht. Daher werden diese im Rahmen des staatlichen wasserwirtschaftlichen Monitorings chemisch-physikalisch sowie biologisch untersucht und bewertet. Das Ziel ist es, gemäß den Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) einen guten ökologischen und chemischen Zustand zu erreichen oder zu bewahren.
Hintergründe zur Berichtspflicht
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Karte der Seen
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Wann und wie wir messen
Bayern hat 49 Seen, für welche die Wasserrahmenrichtlinie eine regelmäßige Betrachtung mit einem bestimmten Umfang von Messgrößen ("Monitoring") vorschreibt. Jeder dieser Seen wird innerhalb von sechs Jahren in mindestens einem Jahr untersucht. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der jeweils örtlich zuständigen Wasserwirtschaftsämter fahren dafür monatlich mit einem speziell für die Probenahme ausgerüsteten Boot an die tiefste Stelle des Sees.
Vor allem in tiefen Seen verteilen sich die Eigenschaften wie Temperatur oder Nährstoffgehalte nicht gleichmäßig. Einige Eigenschaften ändern sich rasch mit der Tiefe. Diese Eigenschaften werden in Tiefenstufen von ein oder zwei Metern untersucht (z.B. Sauerstoffgehalt, Phosphor, Stickstoff und Kieselsäure). Messgrößen, die sich in der Wassersäule eher gleich verteilen, beprobt man über die gesamte Tiefe eines Sees, bzw. über die obersten 20 Meter.
Die Messdaten werden im Internetportal des gewässerkundlichen Dienstes (GKD) zugänglich gemacht. Aus den Messdaten erfolgen umfangreiche Zustandsbewertungen nach der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), die im UmweltAtlas abrufbar sind.
Portäts der berichtspflichtigen Seen
Die einzelnen Porträts der Seen und die etwa für die Hälfte der Seen zusätzlich erstellten limnologischen Berichte stellen die Messergebnisse grafisch dar und erläutern deren ökologische Bedeutung sowie die Zustandsbewertungen.
Es werden maßgeblich aktuelle Untersuchungsdaten sowie Entwicklungen über mehrere Jahre dargestellt, die auch Grundlage für den 4. Bewirtschaftungsplan zur WRRL sind.
Die Auswertungen werden abgerundet durch einen Ausblick auf die Zukunft unter dem Eindruck der geplanten Maßnahmen zur Erreichung der Umweltziele sowie des Klimawandels.
Erläuterungen zu den Chemiemessgrößen
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