Hochwasservorhersage

Wie wird Hochwasser vorhergesagt?

Pegelverlaufslinie steigendBild vergrössern Hochwasser-Vorhersage mit Unsicherheitsbereich (Pegel bei Kelheim, aufgerufen am 23.6.2009 über die Internetseiten des HND)

Mithilfe spezieller, an das jeweilige Flussgebiet angepasster Computermodelle berechnen Fachleute die in den nächsten Stunden zu erwartenden Wasserstände. Dafür werden die gemessenen Wasserstände verwendet und in Abflussmengen umgerechnet. Auch die gemessenen und die von den Wetterdiensten vorhergesagten Niederschläge gehen in die Berechnung ein.

Je nach Wetterlage, Größe und Beschaffenheit des Flussgebietes können diese Vorhersagen größere Unsicherheiten aufweisen.

Als hydrologisches Modell kommt für die Hochwasservorhersage in Bayern flächendeckend das Wasserhaushaltsmodell LARSIM zum Einsatz. Darin werden die wesentlichen Komponenten des Wasserhaushalts kontinuierlich erfasst bzw. modelliert: Der Niederschlag, dessen Zwischenspeicherung in der Vegetation, eine mögliche Schneedeckenentwicklung, die Verdunstung, die anteilige Versickerung und Speicherung im Boden, der Wassertransport innerhalb des Einzugsgebiets bis hin zum Wellenablauf im Gerinne. Die Wirkung von natürlichen und künstlichen Speichern oder Überleitungen wird berücksichtigt. An den größeren Flüssen werden zur Berechnung des Wellenablaufs darüber hinaus auch eindimensionale hydraulische Modelle eingesetzt.