Warum ist Phosphor in Flüssen und Seen ein Problem?

Phosphor ist – wie Stickstoff – ein wichtiger Pflanzennährstoff. Dies gilt auch für Wasserpflanzen, die durch Phosphor "gedüngt" werden. Eine erhöhte Konzentration an Phosphor führt in Oberflächengewässern zur Eutrophierung.

Selbst wenn Phosphor in nur kleinen Mengen eingetragen wird, ist das besonders für Seen ein Problem. Die Nährstoffe sind besonders lange wirksam, da sie oft jahrelang im See bleiben und mehrmals im Stoffkreislauf umgesetzt werden. Der erhöhte Phosphorgehalt kann zu einer Massenentwicklung von Algen und Wasserpflanzen führen und beeinflusst damit die Zusammensetzung aller Lebewesen im Gewässer und auch den Sauerstoffgehalt in den verschiedenen Tiefen des Sees. Eine zu starke Sauerstoffzehrung durch absterbende Biomasse, führt in den tiefen Bereichen der Seen zu weitergehenden Folgen für die gesamte Lebewelt.

Auch in Fließgewässern, in denen die Nährstoffe ständig weitertransportiert werden, kann es zu Eutrophierung, übermäßigem Sauerstoffverbrauch und Verschiebungen der Artenzusammensetzung kommen. Das verstärkte Algen- und Pflanzenwachstum und stark schwankende Sauerstoffgehalte durch die photosynthetische Sauerstoffproduktion am Tag und der Sauerstoffabnahme durch die Atmung der Pflanzen in der Nacht können Kleinlebewesen und Fische schädigen.

Zu viel Phosphor im Ökosystem See oder Fluss verschlechtert die Wasserqualität, nährstoffliebende Pflanzen und Algen nehmen zu und die Anzahl von verschiedenen Lebewesen (Biodiversität) sinkt.