Fließgewässer und ihre Auen sind sensible Lebensräume für eine Vielzahl seltener Tier- und Pflanzenarten. Damit wir die Schönheit und Vielfalt unserer Bäche und Flüsse auch in Zukunft genießen können, ist von Erholungssuchenden beim Aufenthalt in der Natur grundsätzlich Vor- und Rücksicht geboten.

Ein naturverträglicher Umgang mit unseren Gewässern bedeutet, Aktivitäten zu vermeiden, die Tiere und Pflanzen stören und die Umwelt verschmutzen. Müll, Lärm und Rauch strapazieren die empfindlichen Lebensräume im und am Gewässer, aber auch Anwohnerinnen und Anwohner.

Auch im Hinblick auf die Gefahren im und am Wasser sind Eigenverantwortung und ein erhöhtes Risikobewusstsein wichtig. Erholungssuchende sollten sich vorab über mögliche Gefahren und geltende Verhaltensregeln informieren und sich vor Ort umsichtig verhalten.

Hinweisschild an einem Holzpfahl mit dem Bild eines Flussregenpfeifers und der Aufschrift „Danke für Ihre Rücksichtnahme!“ nach einer erfolgreichen Brut des Kiesbrüters. Im Hintergrund eine offene Kiesfläche an einem Fließgewässer. Danke für Ihre Rücksichtnahme; Foto: Wolfgang Lorenz

Grundsätzliche Informationen zum Baden in Flüssen

Flüsse sind keine offiziellen EU-Badegewässer. Eine gleichbleibende hygienische Wasserqualität kann nicht garantiert werden. Die Wasserqualität kann sich sehr schnell, z. B. durch Starkregenereignisse ändern. Wasseranalysen haben bei fließenden Gewässern für die hygienische Beurteilung keine längerfristige Aussagekraft. Aus diesem Grund müssen von der Gesundheitsverwaltung keine regelmäßigen Untersuchungen durchgeführt werden. Wenn Untersuchungen durchgeführt werden, geschieht das freiwillig, zur Dokumentation des Zustandes.

In Trockenwetterperioden ist die Wasserqualität in vielen Fällen einwandfrei. Bei Regenwetterperioden oder Starkregenereignissen kann sich die Situation aber schnell ändern. Durch Abspülungen können neben Feinteilchen, die das Wasser trüben, auch Keime in den Fluss gelangen. Neben den hygienischen Risiken muss beim Baden in Flüssen auch auf andere Gefahren geachtet werden. Dazu gehören Strudel und unterschiedliche Strömungen oder auch mitgeführtes Treibzeug. An Wehren, Abstürzen, Sohlschwellen oder Sohlrampen gibt es strikte Badeverbote, denn hier besteht eine Gefahr für Leib und Leben.