Durchgängigkeit von Querbauwerken

In den Jahren 1996 bis 2009 wurde in Bayern erstmalig die Durchgängigkeit (Fischaufstieg) von Querbauwerken systematisch erhoben und bewertet. Im Rahmen einer landesweiten Kartierung der Gewässerstruktur (Herbst 2014 bis Anfang 2017) wird diese Erfassung der Durchgängigkeit nun vervollständigt.

Zu den Querbauwerken werden mit Hilfe eines standardisierten Erhebungsbogens unter anderem der Bauwerkstyp (Wehr, Absturz etc.) und Objekteigenschaften wie Lage, Absturzhöhe etc. aufgenommen. Die Bewertung der flussaufwärtsgerichteten fischbiologischen Durchgängigkeit (Fischaufstieg) erfolgt in vier Stufen:

  • frei durchgängig
  • eingeschränkt durchgängig
  • mangelhaft durchgängig
  • nicht durchgängig

Es ist vorgesehen, die überarbeitete Kartieranleitung zur Erfassung und Bewertung der flussaufwärtsgerichteten fischbiologischen Durchgängigkeit von Querbauwerken in Fließgewässern 2017 zu veröffentlichen.

Insgesamt rund 30.000 Objekte sind in Bayern bereits kartiert – vor allem an Gewässern
I. und II. Ordnung bzw. an fischfaunistischen Vorranggewässern. Ab Herbst 2017 wird die Durchgängigkeit (Fischaufstieg) von Querbauwerken an allen nach EG-Wasserrahmenrichtlinie berichtspflichtigen Fließgewässern erfasst und bewertet sein. Die Standorte der bisher erhobenen einzelnen Querbauwerke und ihre Bewertung sind als Geodatendienst veröffentlicht. Dienste zur Darstellung und zum Download von Geodaten können direkt in ein Geoinformationssystem eingebunden werden. Informationen zum Dienst erhalten Sie unter "Weiterführende Informationen".

Ein Fließgewässer fließt über einen Absturz Bild vergrössern Absturz an der Rezat (Landkreis Ansbach)