Die vierte Auflage der Roten Liste der Farn- und Blütenpflanzen Bayerns 2024 listet 3.265 einheimische Sippen (Arten, Unterarten, Varietäten, Aggregate, Hybriden). Dazu kommen 382 überwiegend eingebürgerte Neophyten, die ohne Gefährdungseinstufung geführt werden. Nicht heimische Arten, die nur unbeständig auftreten werden nicht gelistet.

Über ein Drittel (1205) der gelisteten heimischen Gefäßpflanzen ist unterschiedlich stark bestandsgefährdet oder ausgestorben (Kategorien 0, 1, 2, 3). Davon sind 69 Sippen bereits ausgestorben, 200 vom Aussterben bedroht, 456 stark gefährdet und 436 gefährdet. Weitere 10 % (336) befinden sich auf der Vorwarnliste. Ein Drittel der Arten ist ungefährdet (1202).

Nahaufnahme der bunten Blüte des Acker-Wachtelweizen Der Acker-Wachtelweizen (Melampyrum arvense) ist auf Äckern und Magerrasen stark zurückgegangen und dadurch mittlerweile gefährdet (Rote-Liste-Kategorie 3); Foto: M. Ruff

Ein Vergleich mit der Roten Liste von 2003 ist nur eingeschränkt möglich, da sich die Bewertungsmethodik geändert hat. Im direkten Vergleich der einzelnen Arten zeigt sich dennoch, dass v. a. die stark gefährdeten Arten zugenommen haben, während die gefährdeten Arten entsprechend weniger geworden sind. Es hat demnach eine Verschiebung etlicher Arten von gefährdet hin zu stark gefährdet stattgefunden.

Da für die Rote Liste von 2024 nicht mehr alle acht floristischen Regionen separat bewertet wurden, bleibt die Rote Liste von 2003 diesbezüglich weiterhin relevant.

Rote Liste gefährdeter Gefäßpflanzen Bayerns mit regionalisierter Florenliste (Stand 2003)