Gefahrenhinweiskarte Bayerische Alpen

Projekttitel

Gefahrenhinweiskarte Bayerische Alpen

Finanzierung:
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

Projektname

Projekt "Georisiken im Klimawandel"; Vorhaben "Gefahrenhinweiskarte Bayerische Alpen"

Kurzbeschreibung und Zielsetzung

Naturgefahren spielen in unseren Berggebieten seit jeher eine wichtige Rolle. Durch den von vielen Seiten als wahrscheinlich angesehenen Klimawandel wird die Häufigkeit von Hangbewegungen aller Voraussicht nach steigen. Die kostengünstigste und nachhaltigste Methode zur Vermeidung von Schäden durch Naturgefahren ist die vorsorgliche Meidung von Gefahrenbereichen. Soweit dies aufgrund bereits bestehender Bebauungen nicht mehr möglich ist, muss dennoch mit Hilfe von Vorhersageinstrumenten die Gefährdung weitest möglich gemindert werden. Bisher stehen den Planern als Informationsgrundlage Georisk-Daten zur Verfügung, die im Bodeninformationssystem Bayern (BIS) zu finden sind (http://www.bis.bayern.de). Hier werden allerdings nur das Herkunftsgebiet und die Umrisse bisheriger Hangbewegungen dargestellt. Um nun den gesamten planungsrelevanten Gefährdungsbereich zukünftiger Ereignisse abgrenzen zu können, wurden im Projekt Simulationen und Modellierungen durchgeführt. Daraus entstehen für den kompletten bayerischen Alpenraum hochwertige Gefahrenhinweiskarten für die Prozesse Steinschlag/ Felssturz, tiefreichende Rutschungen und flachgründige Hanganbrüche, wie sie bereits im Landkreis Oberallgäu erstellt wurden.

Kartenausschnitt mit den bereits bearbeiteten  und den in Arbeit befindlichen Landkreisen (LI, OA, OAL, WM, GAP, TÖL, MB, RO, TS, BGL) Bild vergrössern
Die Bearbeitung erfolgte schrittweise nach Landkreisen

Die so entstandene Gefahrenhinweiskarte ist als wesentliches Element der Planung zu betrachten. Neben der Bauleitplanung ist auch an die überregionale Maßnahmenplanung zu denken. Interessenten sind die lokalen und regionalen Planungsbehörden, Planungsbüros, die Schutzwaldsanierungsstellen, Straßenbau- und Wasserwirtschaftsämter. Die Karte kann Verfahren vereinfachen, indem sie ungefährdete Gebiete klar darstellt. Sie soll auch nicht als Bauverbotskarte wirken, sondern nur in allen kritischen Fällen den Bedarf nach weitergehenden Untersuchungen offen legen. In diesen Fällen muss dann ggf. erst in einem Detailgutachten festgestellt werden, ob im Einzelfall eine Sicherung notwendig, technisch möglich, wirtschaftlich sinnvoll und im Sinne der Nachhaltigkeit tatsächlich anzustreben ist.

Projektbeteiligte

Bayerisches Landesamt für Umwelt
Firma GEOTEST AG, Davos, Schweiz

Laufzeit

Mai 2008 bis Dezember 2011

Projektleitung

Dr. Andreas von Poschinger, Bayerisches Landesamt für Umwelt, Referat 102

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