Überwachung der Umweltradioaktivität in Bayern

Die Überwachung der Umweltradioaktivität in Bayern erfolgt durch die zuständigen Landesmessstellen. Grundlage sind Messprogramme nach dem Strahlenschutzgesetz (StrlSchG) sowie nach landeseigenen Vorgaben. In diesen Messprogrammen ist verbindlich und detailliert festgelegt:

  • wo und in welchen Zeitabständen,
  • welche Umweltbereiche,
  • nach welchen Vorgaben

zu überwachen sind.

Zusammenspiel der verschiedenen ExpostionspfadeBild vergrössern Expositionspfade – ein Beispiel; Grafik: Informationskreis Kernenergie

Alle für eine mögliche Strahlenexposition der Bevölkerung relevanten Umweltbereiche sowie auch die Zwischenglieder möglicher Expositionspfade werden auf ihren Aktivitätsgehalt hin untersucht. Die Probenentnahmeorte sind dabei so ausgewählt, dass sie möglichst gleichmäßig über Bayern verteilt liegen und damit großräumige Veränderungen des Pegels der Umweltradioaktivität erfasst werden können. So ist ständig ein flächendeckender und repräsentativer Überblick über die Umweltradioaktivität gewährleistet.

Derzeit werden in Bayern jährlich rund 1.500 Proben mit rund 1.800 Messungen im Rahmen der Messprogramme nach StrlSchG in den Strahlenschutzlaboren des LfU untersucht. Hinzu kommen sonstige Proben die im Rahmen der landeseigenen Messprogramme genommen werden, beispielsweise Wildpilze und Wildbret.