Fischotter, Foto Astrid Brillen, piclease Naturbildagentur

50 Jahre Wasservogelzählung in Bayern

Staatsministerin Ulrike Scharf feierte im August 2016 im Englischen Garten in München zusammen mit Vertretern von ornithologischen Verbänden, ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Vertretern der Naturschutzbehörden einen Festakt zum 50-jährigen Bestehen der Wasservogelzählung. Die Wasservogelzählung gilt als eines der ältesten und bedeutendsten Monitoring-Programme im Naturschutz. Jährlich zählen gut 200 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Winterhalbjahr über eine Millionen Wasservögel an 128 Gewässern. Über die 50 Jahre seit Bestehen des Programms summierten sich für Bayern rund 44 Millionen Wasservögel aus 224 Arten.

Video: Impressionen aus der Wasservogelwelt

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Seit 50 Jahren aktiv dabei

An historischer Stelle – am Kleinhesseloher See fand bereits 1929/30 die erste Wasservogelzählung in Bayern statt – ehrte die Umweltministerin langjährige Mitarbeiter, die seit Anbeginn der Zählungen, also seit dem Zähljahr 1965/66 mitarbeiten mit einer eigens für diese Veranstaltung gefertigten Bronze-Statuette des Baldhamer Künstlers Steffen Schuster.

Toter Rotmilan, daneben der vergiftete Hühnerflügel Bild vergrössernJosef Willy hält einen Vortrag über seine Erfahrungen in der Wasservogelzählung; Foto: Armin Görgen

Acht Wasservogelzähler konnte Umweltministerin Ulrike Scharf persönlich für ihr 50-jähriges Engagement auszeichnen:

  • Klaus Altrichter, Schwaben
  • Dr. Manfred Kraus, Mittelfranken
  • Werner Krauß, Mittelfranken
  • Ulrich Mattern, Mittelfranken
  • Klaus Schilhansl, Schwaben
  • Franz Segieth, Niederbayern
  • Josef Willy, Oberbayern
  • Heribert Zintl, Oberbayern

Sechs der langjährigen Wasservogelzähler konnten leider beim Festakt nicht anwesend sein. Sie erhielten ihre Urkunde und die Statuette anschließend durch Mitarbeiter der Staatlichen Vogelschutzwarte:

  • Gerhard Andes, Unterfranken
  • Eberhard von Krosigk, Oberbayern
  • Ekkehard Seitz, Schwaben
  • Johannes Strehlow, Oberbayern
  • Armin Vidal, Oberpfalz
  • Siegfried Willig, Unterfranken

Der Festakt wurde umrahmt von Danksagungen an alle im Naturschutz ehrenamtlich Engagierten durch den Präsidenten des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU), Claus Kumutat, durch Staatsministerin Ulrike Scharf, und der Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) Prof. Dr. Beate Jessel. Fachvorträge zur Geschichte der Wasservogelzählung in Bayern von Dr. Einhard Bezzel, einem Überblick über die aktuelle Datenverwendung im digitalen Zeitalter durch Dr. Johannes Wahl vom Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) sowie eine aktuelle Analyse der Daten der Wasservogelzählungen am Chiemsee durch den Leiter der Staatlichen Vogelschutzwarte am LfU, Bernd-Ulrich Rudolph, rundeten die rundum gelungene Veranstaltung ab.

Startschuss für die Online-Dateneingabe im Internetportal ornitho.de (von links): Christian Tausch (LfU), Stefan Kluth (LfU), verdeckt Rainer Dröschmeister (BfN), Dr. Johannes Wahl (DDA), Manfred Siering (Ornithologische Gesellschaft in Bayern), Sönke Tautz (Otus), Dr. Norbert Schäffer (Landesbund für Vogelschutz) Bild vergrössernDie Behörden- und Verbands-Vertreter drücken symbolisch auf einen Startknopf auf einem Plakat und starten damit die Online-Dateneingabe im Internetportal ornitho.de; Foto: Armin Görgen

Premiere hatte die ab der Zählsaison 2016/17 mögliche Dateneingabe über das Internet. Damit wurde vom DDA erstmals die Möglichkeit geschaffen, Monitoringdaten auf schnellem und einfachem Weg nicht nur über das Onlineportal www.ornitho.de einzugeben, sondern auch sofort den aktuellen Datenstand und die Zählergebnisse abzurufen. Den Startschuss gaben die anwesenden Verbands- und Behördenvertreter.

Die Staatliche Vogelschutzwarte versandte nach der Veranstaltung an alle ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der bayerischen Monitoring-Programme eine Anstecknadel. Sie ist die Neuauflage eines schon seit den 1950er Jahren herausgegebenen Ansteckers der Vogelschutzwarte, die schon damals den Kursteilnehmern zur Wiedererkennung von Gleichgesinnten diente.