Rund ums Auto

Leise Fahrzeuge erzeugen überall weniger Lärm.

Entwicklung der Geräuschgrenzwerte für die Typzulassung von Kraftfahrzeugen aufgeschlüsselt nach Pkw und Lkw. Insgesamt zeigt sich eine fallende Tendenz. Beispielsweise ist der Grenzwert für schwere Lkw seit 1970 um 12 dB abgesenkt worden; der für Pkw um 10 dB. Entwicklung der Geräuschgrenzwerte für die Typzulassung von Kraftfahrzeugen aufgeschlüsselt nach Pkw und Lkw

Kraftfahrzeuge dürfen nicht beliebig laut sein. Seit 1970 gibt es EU-einheitliche Geräuschgrenzwerte für die Typ-Zulassung. Mit der EU-Verordnung 540/2014 wurden die Grenzwerte tendenziell weiter abgesenkt und ein Prüfverfahren festgelegt, um die Emissionen des fließenden Verkehrs realitätsnäher abzubilden. Außerdem wurden Vorgaben für Austauschschalldämpferanlagen und deren Bauteile eingeführt.

Straßenverkehrslärm ist allgegenwärtig.

Bestimmt wird die Lärmbelastung vor allem durch die Anzahl der Kraftfahrzeuge, deren Fahrleistung, die Antriebs- und Rollgeräusche, aber auch durch das Verhalten der Fahrer.

Verkehrslärm hat steigende Tendenz:

  • Neubau von Straßen
  • Hochmotorisierte, schwere Autos mit immer breiteren Reifen
  • Verkehrszunahme auch an Wochenenden durch Freizeitverhalten
  • Höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten
Warum sind wir unterwegs? Die Untersuchungsergebnisse für die Jahre 2002, 2008 und 2017 zeigen, dass mit leicht steigender Tendenz rund 40% der täglich zurückgelegten Wege beruflich bedingt sind (Weg zur Arbeit, dienstlich und Ausbildung). Etwa genausoviel Personenkilometer legen wir durch unser Freizeitverhalten zurück mit fallender Tendenz auf 34% im Jahr 2017 (absolut ca. 1,1 Milliarden Personenkilometer pro Tag). Jeweils etwa 9% entfallen auf Einkauf und Erledigungen. Gleichbleibend 6% sind durch Begleitung von anderen Personen verursacht. Studienergebnisse einer Untersuchung zur Mobilität in Deutschland 2017

Die Verkehrsleistung betrug der Studie „Mobilität in Deutschland 2017“ zufolge im Jahr 2017 rund 3,2 Mrd. Personenkilometer pro Tag und ist damit gegenüber den untersuchten Vorjahren 2002 und 2008 leicht angestiegen. Der motorisierte Individualverkehr nimmt dabei mit 75 % den größten Anteil ein. 19 % werden mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt. Jeweils 3 % entfallen auf mit Fahrrad und zu Fuß zurückgelegte Wege.

Die Entwicklung leiserer Reifen trägt zur Minderung des Straßenverkehrslärms bei. EU-einheitliche Geräuschgrenzwerte für Reifen gibt es seit 2001 mit der Richtlinie 2001/43/EG und der EU-Verordnung 661/2009.

Hochtourig fahren erhöht den Lärmpegel.

Schematische Drehzahlanzeige: Je höher die Drehzahl, desto stärker der Lärm Die Fahrweise beeinflusst das Motorgeräusch

Tipps für umweltbewusste Pkw-Fahrer

  • niedertourig und vorausschauend fahren
  • bei einem längeren Halt den Motor ausmachen
  • das Autoradio auf Normallautstärke drehen
  • den Motor nicht "warm" laufen lassen
  • im Leerlauf nicht mit dem Gas spielen
  • nicht mit quietschenden Reifen fahren
  • nicht mit dem Motor bremsen
  • nicht unnötig hupen
  • auf einen einwandfreien Auspuff achten
  • Türen, Kofferraumdeckel und Motorhaube leise schließen

Außerdem...

  • beim Autokauf sich über leise Fahrzeuge informieren
  • beim Reifenkauf nach leisen Reifen fragen