Mittelwerte des Gebietsniederschlags

Kurz gesagt

Die durchschnittlichen Niederschlagsmengen in Bayern (1971 bis 2000) sind regional sehr unterschiedlich.

Bayernkarte mit den Niederschlägen in den sieben Klimaregionen, von weniger Niederschlag im Norden bis viel Niederschlag im Süden. Der mittlere Jahresniederschlag in den sieben Klimaregionen Bayerns für den Zeitraum 1971 bis 2000

Der Niederschlag ist eine sowohl regional als auch zeitlich stark variable Größe. So treten beispielsweise bei jährlichen Niederschlagssummen große räumliche Unterschiede auf (siehe Karte): Die räumliche Verteilung der Niederschläge in Bayern wird durch die zyklonalen Wetterlagen geprägt, welche feuchte Luftmassen aus südwestlichen bis nordwestlichen Richtungen nach Bayern heranführen. Treffen diese auf die Mittelgebirge oder die Alpen, werden sie zum Aufsteigen gezwungen und kühlen sich dabei ab. Der Wasserdampf kondensiert, es kommt zur Wolkenbildung und zu Niederschlägen. In den Alpen kommt es mit 1.966 mm pro Jahr zu den stärksten Niederschlägen, wohingegen in der niedrig gelegenen Mainregion mit 710 mm pro Jahr nur gut ein Drittel dieser Menge fällt. Zudem fällt im Alpenvorland mit 1.479 mm deutlich mehr Niederschlag als im bayernweiten Mittel mit 942 mm.

Charakteristisch für das mitteleuropäische Klima fällt im Sommerquartal der meiste Niederschlag mit 313 mm (Juni bis August), ansonsten verteilt sich der Niederschlag gleichmäßig auf Herbst (September bis November: 218 mm), Winter (Dezember bis Februar: 199 mm) und Frühjahr (März bis Mai: 212 mm).

Auch saisonal unterscheiden sich die Niederschlagsmuster in Bayern merklich. Im Winter dominieren periodisch wiederkehrende großräumige Regenereignisse, welche als Regenfront oftmals über ganz Bayern hinwegziehen. Im Sommer treten meist eher lokale, sogenannte konvektive Niederschlagsereignisse (Schauer) auf.