Die Untersuchung von Feststoffen umfasst ein großes Spektrum von Probenarten und dementsprechend unterschiedliche Untersuchungsmethoden und -abläufe.

Einige Beispiele für Feststoffproben:

  • Die Analytik von Schwebstoffen und Sedimenten aus Flüssen und Seen erfolgt ergänzend zur Untersuchung von Wasserproben und erlaubt - im Gegensatz zur Messung von Wasserproben, die den aktuellen Zustand eines Gewässers widerspiegeln - ein langfristiges Bild dieser Umweltbereiche und deren eventueller Belastung.
  • Bei der Untersuchung von Fischen und Muscheln im Rahmen von Monitoringprogrammen soll die Frage nach Anreicherung von Schadstoffen in biologischem Material geklärt werden.
  • Im Rahmen des immissionsökologischen Monitorings werden Pflanzenproben (Weidelgras- und Moosproben) auf Schwermetalle untersucht.
  • Den Themen Staubinhaltsstoffe und Aschen sind eigene Seiten gewidmet.

Feststoffprobenvorbereitung

Um Feststoffe mit ihrer häufig sehr heterogenen Zusammensetzung reproduzierbar untersuchen zu können, ist in den meisten Fällen eine aufwendige Probenvorbereitung nötig. Dabei muss nach dem Abtrennen von Störstoffen und ggf. Sieben eine möglichst homogene Analysenprobe hergestellt werden. Hierfür stehen Geräte wie Backenbrecher, Planetenkugelmühle, Scheibenschwingmühle oder Messerschneidmühle zur Verfügung.

Je nach Untersuchungszweck und entsprechend den Erfordernissen der einzelnen Analysenmethoden folgen nun weitere Probenvorbereitungsschritte. Zur Bestimmung von Elementgesamtgehalten in Feststoffproben werden z.B. verschiedene Aufschlussvarianten durchgeführt:

  • Mikrowellendruckaufschlüsse von organischen Proben (Pflanzen-, Fisch- und Muschelproben) mit Salpetersäure und Wasserstoffperoxid.
  • Mikrowellendruckaufschlüsse von Filterproben zur Bestimmung von Schwermetallen in der Außenluft nach DIN EN 14902.
  • Mikrowellendruckaufschlüsse von Staubniederschlagsproben mit Salpetersäure und Salzsäure nach DIN EN 15841
  • Offener Aufschluss mit Salzsäure und Salpetersäure (Königswasseraufschluss) zur Bestimmung von Elementgehalten in Schwebstoffproben