Abfallvermeidung im Gewerbe

Wie in Gewerbe und Verwaltung, in Schulen, Hochschulen und sonstigen Bildungseinrichtungen Abfälle vermieden werden können, finden Sie unter folgendem Link:

Produktionsabfälle vermeiden

Bei der Herstellung von Produkten können große Mengen Abfall anfallen. Diese Mengen können mit Hilfe intelligenter Produktionsmethoden reduziert und zum Teil vermieden werden.

Wer gemäß § 23 KrWG Erzeugnisse entwickelt, herstellt, be- und verarbeitet oder vertreibt, trägt zur Erfüllung der Ziele der Kreislaufwirtschaft die Produktverantwortung.

Wenn abfall- und schadstoffarm produziert wird und Produkte in hoher Qualität und reparaturfreundlich (als Grundlage für eine längere Gebrauchsdauer) gefertigt werden, sind Materialien optimal eingesetzt. Es entfallen Ersatzprodukte aus primären oder sekundären Rohstoffen, die hiermit verbundenen Eingriffe und Emissionen.

Beispiele und Tipps

  • abfallarme Produktionsmethoden und Prozessoptimierung (z. B. zur Vermeidung von Fehlchargen), Prozesssubstitution und –verkürzung, abfallarme Produktgestaltung
  • schadstoffarme Produktionsmethoden und Produkte
  • Substitution von Einsatzstoffen
  • Entwicklung geschlossener Systeme zur innerbetrieblichen Verwertung und Kreislaufführung, anlageninterne Kreislaufführung von Stoffen
  • Herstellung von Qualitätswaren mit höherer Gebrauchsdauer
  • Mehrweg-Transportverpackungen
  • Integration der Mitarbeiter in den abfallwirtschaftlichen Innovationsprozess, Schulung und Qualifikation der Mitarbeiter.

Das Ressourceneffizienz-Zentrum Bayern (REZ) informiert Unternehmen zum effizienten Einsatz von Materialien und Rohstoffen. Das Angebot des REZ richtet sich an alle bayerischen Unternehmen, insbesondere an kleine- und mittlere Unternehmen (KMU), des produzierenden und verarbeitenden Gewerbes.

Kommunale Konzepte zur Vermeidung

Auf Grundlage des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) erarbeiteten Bund und Länder ein Abfallvermeidungsprogramm, das zielführende Ansätze der öffentlichen Hand zur Abfallvermeidung in Form von Empfehlungen konkreter Instrumente und Maßnahmen beinhaltet.

Abfälle (Siedlungsabfälle, Bauabfälle, Lebensmittelabfälle etc.) entstehen u. a. im Bereich der Kommunen, so dass auch hier Akzente zur Vermeidung gesetzt werden sollten – auch im Zusammenhang mit schon bestehenden Aktivitäten zum Klimaschutz. Denn vermiedene Abfälle tragen neben dem Ressourcen- auch zum Klimaschutz bei.

Die Bewusstseinsbildung für nachhaltige Verhaltensweisen ist ein allmählicher Prozess. Hierzu sollte bereits in Kindergarten und Grundschule die Basis gelegt und nachfolgend altersgemäß vertieft werden. Dabei sollte man auch darauf hinwirken, das sog. "Littering" einzudämmen.

Eine wichtige Vorbildfunktion kann die Kommune übernehmen, wenn sie mit guten Beispielen vorangeht und Konzepte zur Abfallvermeidung als Teil der Anstrengungen für den Umweltschutz erarbeitet. So gewinnt man auch Gewerbebetriebe und Bürger.

In nachstehenden Publikationen finden Sie zahlreiche Beispiele und Maßnahmen zu Abfallvermeidungskonzepten auf kommunaler Ebene:

Im Abfallwirtschaftsplan Bayern finden sich Grundlagen zur Vorbildwirkung der Öffentlichen Hand und zur Verpflichtung von Staat und Kommunen, die Vermeidung von Abfällen voranzubringen, sowie detailliert Ziele und Maßnahmen hierzu.