Trinkwasserherkunft

Anzahl der Wasserfassungen in Bayern

In Bayern werden etwa 8.400 Wasserfassungen für die öffentliche Trinkwassergewinnung genutzt. Dabei handelt es sich um rund 4.300 Brunnen und etwa 4.100 Quellen sowie auch 3 Oberflächenwasserentnahmen (Talsperrenwasser, See- und Flusswasser).

Balkengrafik mit der Anzahl Brunnen/Quellen 2018, je Regierungsbezirk. Oberbayern: 1064/401; Niederbayern: 441/1424; Oberpfalz: 370/838; Oberfranken: 537/609; Mittelfranken: 745/109; Unterfranken: 562/211; Schwaben: 542/555 Anzahl Brunnen und Quellen

Die Verteilung der Brunnen und Quellen ist in den einzelnen Regierungsbezirken recht unterschiedlich. Dies richtet sich in erster Linie nach den jeweils genutzten hydrogeologischen Schichten. Brunnen sind daher in Südbayern hauptsächlich in den Quartärschottern und im Tertiär zu finden, während in Nordbayern die Brunnen vornehmlich die wasserführenden Klüfte der Festgesteine sowie die Porengrundwasserleiter der Flusstäler erschließen. Überwiegend aus Quellen wird Trinkwasser beispielsweise im Kristallin des Bayerischen Waldes und des Spessarts gewonnen.

Trinkwassergewinnung

In Bayern wurden im Jahr 2016 ca. 913,1 Mio. m3 Wasser gewonnen (Vergleich Deutschland 2016: 5.204,2 Mio. m3), hiervon 863,6 Mio. m3 für bayerische Wasserversorgungsunternehmen (Quelle: Umweltstatistik Bayern 2016; erfasst sind öffentliche Wasserversorger ab einer Abgabe über 1.000 m3 pro Jahr). Zuzüglich von etwa 7,7 Mio. m3 Wasser aus anderen Bundesländern bzw. aus dem Ausland betrug das Wasseraufkommen im Jahr 2016 insgesamt rund 871,3 Mio. m3.
Der überwiegende Teil des gewonnenen Wassers stammt aus dem Grundwasser.

Balkengrafik für die Wassergewinnung (Mio. m³) 2016 je Regierungsbezirk: Oberbayern 328; Niederbayern 75; Oberpfalz 74; Oberfranken 66; Mittelfranken 85; Unterfranken 77; Schwaben 208 Wassergewinnung in Bayern 2016