Kommunale Kläranlagen

Saubere Flüsse und Seen sind heute fast schon eine Selbstverständlichkeit. Dieser Zustand war vor zwei oder drei Generationen noch ganz anders. Der zunehmende "Fortschritt" hatte damals sehr deutliche Spuren in den Gewässern hinterlassen. Viele Gewässer mussten unzureichend gereinigtes Abwasser aufnehmen mit gravierenden, negativen Folgen für die Gewässerökologie. Die Gewässergütekarten zeigten für viele Gewässer mit ihren Warnfarben gelb und rot sehr starke Verschmutzungen an.

Luftaufnahme der Kläranlage Weilheim Kläranlage Weilheim

Seither hat sich vieles zum Besseren verändert. Schaumberge, umgekippte und stinkende Gewässer gehören der Vergangenheit an. Dies ist das Ergebnis von jahrzehntelanger Arbeit von Kommunen, der Industrie und der Wasserwirtschaftsverwaltung. In den letzten 70 Jahren wurden mehr als 35 Mrd. Euro in den Bau der öffentlichen Abwasserinfrastruktur investiert. Ein zentrales Element des Gewässerschutzes in Bayern stellen dabei die fast 2.500 kommunalen Kläranlagen dar, die den Großteil des anfallenden Abwassers in Bayern reinigen.

Die Abwasserinfrastruktur in Bayern hat ein hohes Niveau erreicht. Die Ersterschließung der Haushalte mit einer zeitgemäßen Abwasserentsorgung ist abgeschlossen. Heute gilt es diesen hohen Standard dauerhaft zu erhalten. Neue Erkenntnisse zum Beispiel zu Mikroverunreinigungen oder Entwicklungen wie der Klimawandel erfordern außerdem fortlaufende Anpassungen bei der Abwasserreinigung. Jeder Bürger, der Wasser verbraucht und Abwasser erzeugt, ist mit seinen Gebühren daran beteiligt.