Gremien zu Naturgefahren im Alpenraum

INTERPRAEVENT

Die internationale Forschungsgesellschaft wurde 1968 gegründet und dient dem vorbeugenden Schutz vor extremen Naturereignissen (Hochwasser, Lawinen, Murgängen, Massenbewegungen) sowie der Förderung interdisziplinärer Forschung. Als Bindeglied zwischen Wissenschaft und Praxis organisiert die INTERPRAEVENT unter anderem internationale Veranstaltungen, leitet die neusten Arbeitsergebnisse laufend an Entscheidungsträger in Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft weiter und führt internationale Interessen und Aktivitäten zusammen. Neben den zahlreichen europäischen Mitgliedern gehören Japan, Taiwan und Norwegen der INTERPRAEVENT an. Auch Bayern ist hier aktives Mitglied.

Vom 10. bis 13. Juni 2024 findet die internationale Konferenz INTERPRAEVENT zum neunten Mal in Österreich und zum ersten Mal in Wien im Konferenzzentrum Hofburg statt.

Das Bild eines Lautsprechers gibt folgenden Text wieder: Interpraevent: Call for contributions 1 June-1 November 2023 Interpraevent: Call for contributions | Aufruf Beiträge für den Interpraevent Kongress 2024 einzureichen

Plattform Naturgefahren der Alpenkonvention - PLANALP

Infolge der katastrophalen Lawinenabgänge und Hochwasserereignisse im Jahr 1999 richtete die Alpenkonvention eine internationale Arbeitsgruppe ein, die gemeinsame Strategien und Tätigkeitsfelder der Alpenstaaten erarbeitete. Darauf basierend wurde 2004 die Plattform PLANALP eingerichtet, der hochrangige Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedsstaaten angehören. Auch Bayern ist hier aktives Mitglied. Ziel ist die Entwicklung gemeinsamer Strategien zur Vorbeugung von Naturgefahren im Alpenraum, deren Umsetzung sowie der Austausch über Anpassungsstrategien. Die PLANALP erarbeitete unter anderem den Siebten Alpenzustandsbericht zum Thema "Naturgefahren Risiko-Governance".

Europäische Alpenstrategie – EUSALP

Die Europäische Alpenstrategie EUSALP wurde im Juni 2016 durch den Europäischen Rat angenommen, um die gemeinsamen Herausforderungen der Alpenstaaten mit grenzüberschreitender Kooperation anzugehen. Eine von neun Aktionsgruppen ist die Aktionsgruppe 8 "To improve risk management and to better manage climate change, including major natural risks prevention" (AG 8). Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz hat gemeinsam mit dem Österreichischen Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus den Vorsitz der AG 8 übernommen. Unter Berücksichtigung der vielfältigen Interessen im Alpenraum werden hier nachhaltige Governance-Instrumente zur Risikoreduzierung erarbeitet. Die aktuellen thematischen Schwerpunkte liegen im Bereich der Risiko-Governance, des Umgangs mit dem Überlastfall und Restrisiko, sowie der physikalischen Naturgefahrenmodelle als Instrumente der Risikokommunikation.

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