Auen und Hochwasser

Hochwasser sind Naturereignisse, die wir nicht verhindern können. Auen und Hochwasser sind von Natur aus eng miteinander verbunden, denn Auen sind die natürlichen Überschwemmungsbereiche der Flüsse und Bäche.

Luftaufnahme einer Aue bei Hochwasser. Alle Vertiefungen sind mit Wasser gefüllt. Aue bei Hochwasser; Foto: Agroluftbild, W. Bauer, Obertraubling

Hochwasser sind lebensnotwendig für die Auen. Ihre Dynamik schafft und erhält die Lebensbedingungen für die auentypischen Standorte, Pflanzen und Tiere.
Funktionsfähige Auen sind notwendig, damit Hochwasser möglichst wenig Schaden anrichten. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum natürlichen Rückhalt von Hochwasser, indem sie Platz für eine schadlose Ausbreitung des Wassers bieten und den Abfluss verzögern. Je größer der natürliche Rückhalt, um so geringere Abflussspitzen stellen sich flussabwärts ein. Der Beitrag der Auen ist umso größer, je naturnäher sie ausgebildet sind. Intensive Landnutzungen und Bebauung vertragen sich nicht mit der Rückhaltefunktion von Auen.

Ein möglichst großer Anteil funktionsfähiger, intakter Auen ist wichtig für den Hochwasserschutz in Bayern. Deshalb müssen die naturnah verbliebenen Auen erhalten und naturfern veränderte -soweit dies im Rahmen einer nachhaltigen Nutzung möglich ist- renaturiert werden.

Aufgrund dieser Zusammenhänge spielen die Auen eine wichtige Rolle in der bayerischen Hochwasserschutzstrategie, dem Aktionsprogramm 2020plus zum nachhaltigen Hochwasserschutz in Bayern. Das Auenprogramm ist Bestandteil dieses Aktionsprogramms.