Klima schützen heißt Treibhausgase reduzieren

Gegenlichtaufnahme eines Thermometers vor blauem Himmel, das etwa 35 Grad Celsius anzeigt.Bild vergrössern Die Durchschnittstemperatur auf der Erde steigt – und das bisher ungebremst; Foto: © Thaut Images - Fotolia.com

Der Klimawandel ist bereits Realität – auch in Bayern. Zwischen 1931 und 2015 hat sich die Durchschnittstemperatur um rund 1,4°C erhöht. Im Alpenraum sind die Temperaturen in den vergangenen 100 Jahren sogar doppelt so stark gestiegen wie im weltweiten Durchschnitt. Manche Folgen dieser Entwicklung, wie die Zunahme von Hitzewellen und extremen Regenfällen, lassen sich nicht mehr aufhalten.

Doch noch ist es für den Klimaschutz nicht zu spät. Es ist vielmehr höchste Zeit, die Anstrengungen zu verstärken: Nur so lassen sich schlimmere Folgen verhindern.

Das Zwei-Grad-Ziel im Blick

Kleine Weltkugel in den Händen eines Mädchens.Bild vergrössern Noch haben wir es in der Hand, das Klima zu schützen – für uns und nachfolgende Generationen; Foto: © merrvas - Fotolia.com

Der jüngste Bericht des Weltklimarats (IPCC) von 2013 bestätigt, dass der Klimawandel voranschreitet und dafür hauptsächlich die vom Menschen verursachten Treibhausgase verantwortlich sind. Er zeigt aber auch: Noch ist es möglich, die globale Erwärmung auf etwa zwei Grad Celsius zu begrenzen. Allerdings nur, wenn alle Staaten an einem Strang ziehen.

Das Pariser Abkommen, das 2015 auf der 21. UN-Klimakonferenz beschlossen wurde, ist dafür ein wichtiger Schritt. Erstmals bekannte sich die Weltgemeinschaft verbindlich zu dem empfohlenen Zwei-Grad-Ziel. Um das zu erreichen, dürfen nicht mehr Treibhausgase ausgestoßen werden, als das Klima verkraften kann. Das bedeutet auch, sich von den fossilen Brennstoffen Kohle, Erdgas und Erdöl zu verabschieden.

Klimaschutz geht nur gemeinsam

Wir können nicht direkt beeinflussen, welchen Beitrag andere Staaten bereit sind zu leisten. Aber wir können unseren Beitrag leisten – und so mit gutem Beispiel vorangehen. Viele Ansätze und Lösungen sind bereits vorhanden: für mehr Energieeffizienz in allen Lebensbereichen, für eine Strom- und Wärmeproduktion, die verstärkt auf erneuerbare Energien setzt, und für eine nachhaltige Land- und Forstwirtschaft.

Entwicklung der gesamten energiebedingten CO2-Emissionen in Bayern und den Anteil des Verkehrs an den Gesamt-CO2-Emissionen im Bewertungszeitraum 1990 bis 2013 in Tonnen pro Einwohner und Jahr.  (Tonnen CO2 je Einwohner und Jahr): Rückgang der gesamten CO2-Emissionen von ca. 8 Tonnen (seit 1990) auf ca. 6 Tonnen (2013), während der Verkehr bei ca. 2,5 Tonnen bleibt.Bild vergrössern Ein positiver Trend: die Entwicklung der energiebedingten CO2-Emissionen in Bayern seit 1990

Die Entwicklung der Treibhausgasemissionen in Bayern zeigt: Wir sind auf einem guten Weg. Mit dem Klimaschutzprogramm 2050 hat der Freistaat die Weichen für die Zukunft gestellt: Das bisherige Engagement wird fortgesetzt und verstärkt.

Um diese Ziele umzusetzen, werden alle Akteure in der Gesellschaft gebraucht: von der Staatsregierung und den Kommunen über Industrie, Handwerk und Handel bis hin zu jeder einzelnen Bürgerin, jedem einzelnen Bürger.

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