Natur: Nr. 13 / Freitag, 27. März 2026

Dr. Christian Barth (Amtschef, StMUV), Dr. Anja Jaeschke (Leitung Regionalbüro, LfU), Caroline Holch (Regionalmanagerin, LfU), Christina Neger (Klimamanagerin, LfU), Sabine Brachmann (Klimamanagerin, LfU), Eva Nowatschin (Regionalmanagerin, LfU), Markus Pertold (AL 6 Naturschutz und Landschaftspflege, StMUV) und Wolfram Güthler (RL 64 Landschaftspflege und Naturschutzförderung, StMUV) Erfolgreicher Auftakt des bayerischen Regionalbüros im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) im StMUV. (Quelle: LfU, Dr. Anja Jaeschke)

Das Bayerische Landesamt für Umwelt hat im Rahmen des bundesweiten Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) ein Regionalbüro zur Stärkung des Natürlichen Klimaschutzes in Bayern eingerichtet. Im Mittelpunkt stehen die Information und Beratung von interessierten Akteurinnen und Akteuren auf ihrem Weg zu einem Antrag auf ANK-Förderung. Einen besonderen Fokus legt das Regionalbüro auf die Wiederherstellung und den Erhalt wertvoller Moorlandschaften in Bayern. Aber auch die Stärkung von Auen und Gewässern sowie natürlicher Klimaschutz in Kommunen spielen eine zentrale Rolle. Beim Auftakt in München hat sich das Regionalbüro nun mit seinen Aufgaben und Angeboten vorgestellt.

Gelungener Auftakt bei den bayerischen Moorschutzakteuren

Bei der Auftaktveranstaltung am 23. März 2026 im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) stellte Amtschef Dr. Christian Barth das Regionalbüro den bayerischen Moormanagerinnen und Moormanagern vor und unterstrich dessen zentrale Bedeutung. „Mit der Einrichtung des Regionalbüros geht Bayern einen wichtigen Schritt: Wir schaffen vor Ort eine Anlaufstelle, die den Natürlichen Klimaschutz stärkt und den Erhalt der biologischen Vielfalt mit konkreten Klimaschutzmaßnahmen verbindet.“, betonte Dr. Barth vor den Anwesenden.

Durch das Regionalbüro werden alle Interessierten, von der Kommune über Verbände und Verwaltungseinrichtungen bis hin zu Unternehmen zu individuellen Fördermöglichkeiten im Rahmen des ANK beraten und bei der Antragstellung unterstützt. Begleitet wird dieses Angebot von Vernetzungsveranstaltungen sowie Öffentlichkeitsarbeit und Wissenstransfer zum Natürlichen Klimaschutz.

Im bayerischen Regionalbüro arbeiten zwei Regionalmanagerinnen für Natürlichen Klimaschutz und zwei Klimamanagerinnen für Schutzgebiete. Das Büro fungiert als zentrale Schnittstelle zwischen Bund, Land und den Akteurinnen und Akteuren vor Ort, baut auf bestehenden Strukturen auf und fördert Synergien zwischen Klima- und Naturschutz.

Warum Natürlicher Klimaschutz wichtig ist

Intakte Ökosysteme leisten einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz. Intakte Moore, Wälder und Böden binden Kohlendioxid (CO2) aus der Luft und speichern es langfristig. Auen, Flüsse und Seen halten Wasser in der Landschaft und sorgen für lokale Abkühlung. Durch die Entwässerung von Mooren, Wiesen und Auen für Landwirtschaft und Siedlungsbau wurden in der Vergangenheit jedoch große Mengen CO2 freigesetzt – mit negativen Folgen für das Klima. Natürlicher Klimaschutz hat daher zum Ziel, die Funktionsfähigkeit der Ökosysteme zu erhalten und wiederherzustellen, damit sie weniger Treibhausgase ausstoßen und langfristig wieder CO2 binden.

Hintergrund

Das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) wurde im März 2023 vom Bundeskabinett beschlossen und umfasst 69 Maßnahmen, die in zehn Handlungsfelder gegliedert sind. Diese Handlungsfelder berücksichtigen naturnahe Lebensräume gleichermaßen wie besiedelte Gebiete sowie land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen. Das zentrale Ziel des Programms ist es, den Natürlichen Klimaschutz zu stärken. Hierbei setzt das ANK vor allem auf finanzielle Anreize und die freiwillige Beteiligung von unterschiedlichen Akteuren bei der Umsetzung der vorgesehenen Maßnahmen. Der Bund finanziert das ANK-Regionalbüro für einen Zeitraum von derzeit drei Jahren mit knapp 1,5 Millionen Euro. Insgesamt stehen bis 2028 rund 3,5 Milliarden Euro bundesweit im Rahmen des ANK für die Umsetzung von Maßnahmen der einzelnen Handlungsfelder zur Verfügung.  

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