Wir setzen uns für den natürlichen Klimaschutz in Bayern ein. Hierzu bringen wir Akteurinnen und Akteure im Rahmen von Netzwerktreffen und Informationsveranstaltungen zusammen, beraten zu Fördermöglichkeiten und unterstützen bei der Antragstellung. Wir begleiten Antragstellende von der Idee bis zur Verwirklichung der Maßnahmen.
Die Natur hilft mit beim Klimaschutz
Intakte Ökosysteme können einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Moore und Wälder, aber auch Grünflächen und Böden binden Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre und speichern es als Kohlenstoff ein. Auen, Flüsse und Seen halten Wasser in der Landschaft zurück und tragen zu lokaler Abkühlung bei.
Mit der Entwässerung von Mooren, Feuchtwiesen und Auen wurden neue Flächen für Landwirtschaft, Infrastruktur und Siedlungsbau hinzugewonnen. Eine negative Folge dieses Wasserentzugs ist jedoch, dass der in Mooren gebundene Kohlenstoff als CO2 freigesetzt wird und so zum Klimawandel beiträgt. Die Folgen des Klimawandels wie häufigere Hitzetage und trockenere Sommer sind in Bayern bereits spürbar.
Natürlicher Klimaschutz bedeutet, die Funktionsfähigkeit von Ökosystemen zu erhalten und wiederherzustellen, so dass sie weniger Treibhausgase ausstoßen sowie langfristig mehr CO2 aufnehmen und dauerhaft speichern können.
Maßnahmen zum Natürlichen Klimaschutz
Mit dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) soll der Zustand der Ökosysteme in Deutschland verbessert und auf diesem Weg ihre Widerstandsfähigkeit und Klimaschutzleistung gestärkt werden. Hierzu nutzt das ANK das Zusammenwirken von Klima- und Naturschutz und hilft, den Klimawandel zu begrenzen, die biologische Vielfalt zu erhalten und zu verbessern sowie gegen die Folgen des Klimawandels vorzusorgen.
Die Handlungsfelder im ANK umfassen derzeit zehn Bereiche. Neben verschiedenen Ökosystemen adressieren sie auch Maßnahmen, die die Forschung zum Zustand der Ökosysteme fördern, den Datenstand ausweiten und die internationale Zusammenarbeit verbessern. Das Aktionsprogramm leistet damit einen wichtigen Beitrag, um die im Klimaschutzgesetz verankerten Klimaschutzziele im Sektor Landnutzung, Landnutzungsänderungen und Wald (LULUCF) zu erreichen.
Die geförderten Maßnahmen sind vielfältig und ermöglichen zum Beispiel, dass Moorbodenschutzkonzepte erstellt, Projektstellen geschaffen oder Machbarkeitsstudien beauftragt werden können. Darüber hinaus werden projektbezogene Aktivitäten zur Öffentlichkeitsarbeit und Akzeptanzsteigerung unterstützt.
Im ANK wurden dazu verschiedene Fördermöglichkeiten mit folgenden Förderrichtlinien aufgesetzt, die diese Maßnahmen unterstützen:
- InAWi: Klimamoorschutz – Vorbereitung der Wiedervernässung in den Moorregionen
- KlimaWildnis
- 1.000 Moore: Klimamoorschutz – Wiedervernässung naturschutzbedeutsamer Moore
- Natürlicher Klimaschutz in Kommunen
- Dürre: finanzielle Hilfen für Waldbesitzende (GAK Waldmaßnahmen)
- Förderung von Gehölzen in der Agrarlandschaft
Fördermöglichkeiten mit Förderrichtlinien, derzeit keine Antragstellung möglich:
- KfW-Umweltprogramm (Natürlicher Klimaschutz in Unternehmen )
- Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels
- KI-Leuchttürme für Umwelt, Klima, Natur und Ressourcen
- Förderprogramm Klimaangepasstes Waldmanagement
- Investitionsförderung ANK NABO (Moorbodenschonende Landmaschinen)
- Natürlicher Klimaschutz in ländlichen Kommunen
Ansprechpersonen im Regionalbüro
Arbeiten für das Regionalbüro Bayern im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (von links): Sabine Brachmann, Caroline Holch, Christina Neger und Eva Nowatschin
Caroline Holch
Regionalmanagerin für Natürlichen Klimaschutz
Tel.: 0821/9071-2915
Eva Nowatschin
Regionalmanagerin für Natürlichen Klimaschutz
Tel.: 0821/9071-2015
Sabine Brachmann
Klimamanagerin für Schutzgebiete
Tel.: 0821/9071-2003
Christina Neger
Klimamanagerin für Schutzgebiete
Tel.: 0821/9071-2016
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