PRESSEMITTEILUNG

Nr. 12 / Freitag, 08. Mai 2020

Natur
Perlmuttfalter, Kammmolch und Co.: Seltene Tierarten im Fokus

Start der Naturschutzfachkartierung im Landkreis Dillingen an der Donau
Der Heidegrashüpfer liebt trockene Magerwiesen, wie sie die Schwäbische Alb im nördlichen Landkreis Dillingen bietet.
Der Heidegrashüpfer liebt trockene Magerwiesen, wie sie die Schwäbische Alb im nördlichen Landkreis Dillingen bietet. (Quelle: Eberhard Pfeuffer)

 

+++ Im Auftrag des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) beginnt im Landkreis Dillingen an der Donau derzeit die Naturschutzfachkartierung. In den nächsten zwei Jahren werden wichtige Lebensräume seltener Tierarten aus verschiedenen Artengruppen untersucht und dokumentiert. „Die Aktualisierung vorhandener Grundlagendaten ist eine wichtige Basis für die Arbeit von Behörden, Kommunen, Planungsbüros und wissenschaftlichen Einrichtungen“, betonte LfU-Präsident Claus Kumutat zum Auftakt der Naturschutzfachkartierung. Die Ergebnisse, die voraussichtlich im Herbst 2022 vorliegen, unterstützen fachlich fundierte Aussagen im Naturschutz und tragen zu einem effektiven Einsatz von Fördermitteln bei. +++

Gegenstand der Kartierung sind die Artengruppen Vögel, Reptilien, Amphibien, Libellen, Schmetterlinge und Heuschrecken: In welchen Gewässern gibt es noch Kammmolch und Gelbbauchunke, wo fliegen seltene Libellen und Schmetterlinge wie Binsenjungfern und Perlmuttfalter und wo sind im Sommer Heidegrashüpfer zu finden? Im Frühjahr 2021 werden Mittelspecht und Halsbandschnäpper in den Donauauen gesucht. Die beiden Vogelarten bevorzugen Laubwälder mit hohem Anteil an Eichen- und Buchen-Altholz.

Die Arbeiten werden in Abstimmung mit den Naturschutzbehörden am Landratsamt und an der Regierung von Schwaben durchgeführt. Neben dem aktuellen Nachweis von Arten und ihren Lebensräumen ermöglicht die Kartierung auch den Vergleich mit älteren Daten. So können Aussagen zur Bestandsentwicklung seltener Arten gemacht und Fördermaßnahmen für bedrohte Arten gezielt umgesetzt werden.

Weitere Informationen:

Die Naturschutzfachkartierung liefert Informationen über bedrohte Tierarten eines Landkreises. Wiederholungskartierungen dienen dazu, die Daten auf den neuesten Stand zu bringen. Die Ergebnisse werden in der landesweiten Datenbank der Artenschutzkartierung zentral gespeichert. Das LfU koordiniert die Arbeiten bayernweit und stellt die Ergebnisse auf Anfrage für Planungsvorhaben zur Verfügung:

https://www.lfu.bayern.de/natur/artenschutzkartierung/naturschutzfachkartierung/index.htm

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