Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Bruchwasserläufer (Tringa glareola)

Rote Liste Bayern:
Rote Liste Deutschland: Vom Aussterben bedroht
Erhaltungszustand Kontinental: In Bezug auf Status Rastvorkommen: günstig
Erhaltungszustand Alpin:

Verbreitung und Bestandssituation

Das Areal des Bruchwasserläufers erstreckt sich von Schottland, Dänemark und Skandinavien bis Ostsibirien. -- In Bayern brütet Tringa glareola (Linnaeus 1758).

Regelmäßiger Durchzügler in ganz Bayern (Nachtzieher). Die durchschnittliche Größe rastender Trupps liegt < 10.

Durchzugsmaximum: JUL bis AUG/SEP

Fundortkarte

Bruchwasserläufer (Tringa glareola)

Nachweise ab 1980



Letzter Daten-Import erfolgte am 3.8.2017.

Fundorte als Tabelle anzeigen

Vorkommen in Bayern

Nachweise ab 1980

TK-Blatt-Nummer TK-Blatt-Name
5727 Münnerstadt
5731 Coburg
5733 Kronach
5737 Schwarzenbach a.d.Saale
5738 Rehau
5831 Seßlach
5832 Lichtenfels
5833 Burgkunstadt
5929 Haßfurt
5931 Ebensfeld
6039 Mitterteich
6130 Burgebrach
6137 Kemnath
6139 Falkenberg
6227 Iphofen
6231 Adelsdorf
6232 Forchheim
6325 Giebelstadt
6326 Ochsenfurt
6330 Uehlfeld
6331 Röttenbach
6335 Auerbach i.d.OPf.
6338 Weiden i.d.OPf.
6427 Uffenheim
6527 Burgbernheim
6528 Marktbergel
6532 Nürnberg
6539 Nabburg
6627 Rothenburg ob der Tauber
6629 Ansbach Nord
6638 Schwandorf
6639 Wackersdorf
6727 Schillingsfürst
6728 Herrieden
6729 Ansbach Süd
6736 Velburg
6738 Burglengenfeld
6739 Bruck i.d.OPf.
6827 Feuchtwangen West
6828 Feuchtwangen Ost
6829 Ornbau
6830 Gunzenhausen
6831 Spalt
6928 Weiltingen
6930 Heidenheim
6931 Weißenburg i.Bay.
7029 Oettingen i.Bay.
7037 Kelheim
7038 Bad Abbach
7040 Pfatter
7136 Neustadt a.d.Donau
7137 Abensberg
7233 Neuburg a.d.Donau
7236 Münchsmünster
7242 Wallersdorf
7328 Wittislingen
7332 Burgheim Süd
7333 Karlshuld
7335 Geisenfeld
7339 Ergoldsbach
7341 Dingolfing Ost
7344 Pleinting
7346 Hutthurm
7433 Schrobenhausen
7438 Landshut West
7441 Frontenhausen
7531 Gersthofen
7536 Freising Nord
7543 Pfarrkirchen
7544 Bad Birnbach
7626 Ulm-Südost (Neu-Ulm)
7628 Jettingen
7630 Westheim b.Augsburg
7636 Freising Süd
7637 Erding
7645 Rotthalmünster
7731 Mering
7732 Mammendorf
7736 Ismaning
7740 Ampfing
7827 Babenhausen
7831 Egling a.d.Paar
7833 Fürstenfeldbruck
7840 Kraiburg a.Inn
7935 München-Solln
7942 Tittmoning
8032 Dießen a.Ammersee
8042 Waging a.See
8127 Bad Grönenbach
8129 Kaufbeuren
8132 Weilheim i.OB
8134 Königsdorf
8138 Rosenheim
8140 Prien a.Chiemsee
8141 Traunstein
8228 Wildpoldsried
8233 Iffeldorf
8234 Penzberg
8238 Neubeuern
8327 Buchenberg
8333 Murnau a.Staffelsee
8334 Kochel a.See
8427 Immenstadt i.Allgäu
8429 Pfronten
Letzter Daten-Import erfolgte am 3.8.2017.

Lebensraum und Lebensweise

Die heutigen Brutgebiete liegen in Nordeuropa und Nordrussland. Als Rastgebiete nutzt der Bruchwasserläufer nahrungsreiche Flachwasserzonen und größere Schlammufer von Flüssen, Altwässern, Teichen und Baggerseen. Darüber hinaus kommen die Watvögel auf Verrieselungsflächen, an Kläranlagen sowie auf überschwemmten Grünlandflächen vor.

Phänologie

Regelmäßiger, teilweise zahlreicher (Herbst-) Durchzügler, Langstreckenzieher.

Wanderungen: Auf dem Heimzug (APR/MAI) tritt die Art in Bayern nur wenig Erscheinung. Der Wegzug hingegen (Mitte JUN bis NOV) dominiert sowohl zahlenmäßig als auch hinsichtlich seiner Dauer (Altvögel ziehen vor Jungvögeln).

Brut: Bodenbrüter, Eiablage zwischen Ende APR und Ende MAI. -- Brutzeit: APR bis JUL.

Tagesperiodik: Tagaktiv, zieht nachts.

Gefährdungen und Beeinträchtigungen

Verlust oder Entwertung von nahrungsreichen Flachwasserzonen und Uferbereichen an Flüssen, Seen und Teichen (z.B. Uferverbau, Gewässerausbau, Bebauung).

Verlust oder Entwertung von Feuchtgebieten und Überschwemmungsflächen in den Auenbereichen mittlerer und größerer Fließgewässer.

Veränderung des Wasserhaushaltes in Feuchtgebieten (v.a. Grundwasserabsenkung).

Störungen an Rast- und Nahrungsflächen (v.a. Freizeitnutzung).

Mögliche Vermeidungs-, Minimierungs- und CEF-Maßnahmen

Erhaltung und Entwicklung von geeigneten Nahrungsflächen (v.a. Flachwasserzonen, Schlammufer, Feucht- und Nassgrünland, Überschwemmungsflächen).

Erhaltung und Entwicklung von dynamischen Auenbereichen und großflächigen Feuchtgebieten mit einer naturnahen Überflutungsdynamik (v.a. Rückbau von Uferbefestigungen, Schaffung von Retentionsflächen).

Verbesserung des Wasserhaushaltes zur Stabilisierung eines hohen Grundwasserstandes in Feuchtgebieten; ggf. Renaturierung und Wiedervernässung.

Anlage von Kleingewässern und Flachwassermulden.

Vermeidung von Störungen an Rast- und Nahrungsflächen (u.a. Lenkung der Freizeitnutzung im Uferbereich von Gewässern, Wegegebot).

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