Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Singschwan (Cygnus cygnus)

Rote Liste Bayern:
Rote Liste Deutschland: Extrem seltene Arten und Arten mit geografischen Restriktion
Erhaltungszustand Kontinental: In Bezug auf Status Wintervorkommen: günstig
Erhaltungszustand Alpin:

Verbreitung und Bestandssituation

Das Areal des Singschwans erstreckt sich im Norden Eurasiens von Island bis Ostsibirien. -- In Bayern überwintert Cygnus cygnus (Linnaeus 1758).

Singschwäne überwintern regelmäßig in Bayern auf Seen, Stauseen und größeren Flüssen.

Maximum BY: Im Winter bis zu 120 Ind., gewöhnlich aber nur 50-60.

Fundortkarte

Singschwan (Cygnus cygnus)

Nachweise ab 1980



Letzter Daten-Import erfolgte am 3.8.2017.

Fundorte als Tabelle anzeigen

Vorkommen in Bayern

Nachweise ab 1980

TK-Blatt-Nummer TK-Blatt-Name
5632 Neustadt b.Coburg
5832 Lichtenfels
5833 Burgkunstadt
6029 Knetzgau
6039 Mitterteich
6330 Uehlfeld
6428 Bad Windsheim
6530 Langenzenn
6830 Gunzenhausen
6831 Spalt
6929 Wassertrüdingen
6930 Heidenheim
6931 Weißenburg i.Bay.
7036 Riedenburg
7129 Deiningen
7231 Genderkingen
7235 Vohburg a.d.Donau
7428 Dillingen a.d.Donau West
7734 Dachau
7736 Ismaning
7935 München-Solln
8133 Seeshaupt
8134 Königsdorf
Letzter Daten-Import erfolgte am 3.8.2017.

Lebensraum und Lebensweise

Brutvogel der Tundra und Taiga, auf Seen und Tümpeln. Auf dem Zug und im Winter auf größeren Binnenseen und in Buchten an Flachküsten sowie offenen Flussniederungen mit ausgedehnten, ruhigen Grünland- und Ackerflächen. Bei hoher Schneedecke oder Frost nutzen die Tiere zur Nahrungssuche auch gewässerferne Grünlandbereiche und Äcker (v.a. Mais und Raps).

Phänologie

Regelmäßiger Wintergast und Durchzügler, Teil- und Mittelstreckenzieher.

Wanderungen: Durchzügler und Überwinterer von Mitte OKT bis Anfang APR, lokale Maxima >30 Individuen (Lechstau Feldheim, Donaustau Faiming und Bertoldsheim);Wintermaximum im JAN/FEB.

Brut: Legebeginn Ende APR bis MAI (JUN). -- Brutzeit: APR/MAI bis AUG.

Tagesperiodik: Tag- und nachtaktiv.


Rastzeit-Diagramm
Relative Häufigkeit der Art in Bayern während der Wintermonate.

Gefährdungen und Beeinträchtigungen

Zerschneidung und Verkleinerung von offenen Landschaftsräumen (v.a. Stromfreileitungen, Windenergieanlagen, Straßen- und Siedlungsbau, Bodenabbau).

Verlust oder Entwertung von großen, zusammenhängenden, störungsarmen Grünlandflächen.

Verlust von Überschwemmungsflächen in den Auenbereichen mittlerer und größerer Fließgewässer.

Störungen an Rast-, Nahrungs- und Schlafplätzen (u.a. Freizeitnutzung, Jagdausübung).

Mögliche Vermeidungs-, Minimierungs- und CEF-Maßnahmen

Freileitungsrückbau in den Rast-Lebensräumen, und Sicherung von Freileitungen.

Vermeidung von Störungen an Rast-, Nahrungs- und Schlafplätzen (Ruhezonen).

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